Rezension: Ian McEwan - Maschinen wie ich

Montag, 3. Juni 2019



Vielen Dank an den Diogenes Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplars!

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (22. Mai 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257070683
  • ISBN-13: 978-3257070682
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 2,7 x 18,8 cm
  • Preis: 25,00€

Charlie ist ein sympathischer Lebenskünstler Anfang 30. Miranda eine clevere Studentin, die mit einem dunklen Geheimnis leben muss. Sie verlieben sich, gerade als Charlie seinen ›Adam‹ geliefert bekommt, einen der ersten lebensechten Androiden. In ihrer Liebesgeschichte gibt es also von Anfang an einen Dritten: Adam. Kann eine Maschine denken, leiden, lieben? Adams Gefühle und seine moralischen Prinzipien bringen Charlie und Miranda in ungeahnte – und verhängnisvolle – Situationen.



Als ich gesehen habe, dass es ein neues Buch von Ian McEwan gibt wollte ich es auf jeden Fall lesen. Ich liebe seine Bücher und genieße sie vor allem. Die Geschichte mit der künstlichen Intelligenz hat mir die Entscheidung dann sogar noch einfacher gemacht. Ich finde die Idee ist so aktuell und noch dazu von diesem Autor verfasst, da muss man einfach zum Buch greifen und es lesen.

Seit ich "Kindeswohl" gelesen habe, fasziniert mich dieser Autor immer wieder, schon alleine wegen seinem tiefsinnigen Schreibstil. Ich brauche immer ganz viel Ruhe für seine Bücher und genieße sie immer. Besonders wenn das Thema dann auch noch so spannend ist wie hier. Der einzige wirkliche Kritikpunkt war das mir alles etwas zu schwer war, die Atmosphäre hätte ruhig zwischenzeitlich etwas lockeres sein können. 

Die Charaktere sind anfangs etwas flach gestaltet aber mit der Zeit lernen wir mehr über sie. Vor allem welche "Päckchen" sie so mit sich herum tragen. Als Adam geliefert wird, ändert sich einiges und wir sind die ganze Zeit dabei. Ich hatte mir die Geschichte zwar etwas anders vorgestellt, war aber positiv überrascht. Adam scheint der neue perfekt überholte Mensch zu sein, der uns quasi ersetzen soll und obwohl er wirklich viel kann, sind vor allem menschliche Umgangsformen das Problem.

Ich fand es spannend wie der Autor auch die Ernsthaftigkeit der Geschichte übermittelt hat aber mir hat dann doch ein Fünkchen Humor gefehlt. Nachdenklich hat es mich gemacht, weil die Thematik der künstlichen Intelligenz nicht aktueller sein könnte. Diese Geschichte wird noch etwas bei mir nachklingen!


Mir hat es wirklich gut gefallen und ich freue mich mal wieder ein Buch des Autors gelesen zu haben. Vielschichtig und auf jeden Fall kein Buch für zwischendurch aber vor allem lesenswert! Ich kann es kaum erwarten mehr von dem Autor zu lesen!





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