Rezension: Heather Cooper - Die Zeit der Rose


  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (20. November 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442486114
  • ISBN-13: 978-3442486113
  • Originaltitel: Stealing Roses
  • Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 3 x 18,5 cm
  • Preis: 10,00€
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Als 1862 die Eisenbahn Einzug auf der verschlafenen Isle of Wight hält, verspricht das moderne Transportmittel Abenteuer und neue Möglichkeiten. Aber die Inselbewohner halten an alten Werten fest – so auch die Familie Stanhope. Es ist höchste Zeit, eine gute Partie für die jüngste Tochter Eveline zu finden. Denn sie hat ihre eigenen Vorstellungen vom Leben, lernt lieber fotografieren und schwimmen, als die vornehme Dame zu spielen. Auch das Elend der Arbeiterschicht, das sie durch den Bau der Schienen kennenlernt, lässt sie nicht los. Doch der smarte und attraktive Chefingenieur Thomas Armitage will nichts von ihren Beschwerden wissen …




Heather Cooper wuchs im Norden Englands auf. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt auf der Isle of Wight. »Die Zeit der Rose« ist ihr erster Roman.

Das Cover hat mir sehr gut gefallen, es ist romantisch und hat mein "kitschverliebtes" Herz gleich höher schlagen lassen. Die Frau sieht wunderschön aus und hat natürlich porzellan-farbene Haut, es wirkt in sich alles stimmig und passt auch gut zum Klappentext. Auch der hat mich gleich verzaubert und vor allem neugierig gemacht, ich liebe starke Protagonistinnen, die sich gegen Vorurteile der damaligen Zeit durchsetzen müssen.

Der Schreibstil war gradlinig, recht detailreich zumindest was die Kulissen anging und fließend. Die Autorin schafft es mich wirklich in die Zeit zu versetzen und hat auch die Landschaft wunderbar beschrieben, was ein großer Pluspunkt ist. Auch das vorgehen der Eisenbahngesellschaft wurde gut eingeflochten, dadurch konnte man beide "Seiten" sehr gut verstehen und sich einen guten Überblick verschaffen. 

Die Charaktere waren interessant beschrieben und die Protagonistin Eveline war mir recht schnell sympathisch, schon alleine durch ihr stures Verhalten hat sie mich sehr neugierig gemacht. Sie saugt begierig jeden Fortschritt auf will schwimmen lernen, was für die damalige Zeit ein Skandal ist und von ihrer konservativen Mutter nur schlecht akzeptiert wird. Allerdings sind einige Neuerungen nicht nach ihren Wünschen, wie eben der Einzug der Eisenbahn, die leider die Landschaft verschandelt. Auch beim Thema Heirat ist es nicht einfach für sie und man könnte schnell den Eindruck bekommen, sie ist daran überhaupt nicht interessiert. 

Ein absoluter Minuspunkt waren für mich die mangelnden Emotionen, zwar befinden wir uns in einer Zeit, in der Emotionen sowieso nicht geäußert werden aber auch die Protagonistin wirkte oft kalt und emotionslos, wobei sie stellenweise eben ein anderes Bild zeigte. Das hat mich etwas verwirrt und auch ziemlich enttäuscht. 



Mir hat die Geschichte an sich sehr gut gefallen und mich auch gut unterhalten, hier und da hätte ich mir einfach mehr Emotionen gewünscht. Leider konnte mich das Ende auch nicht so wirklich überzeugen und hat mich daher eher enttäuscht zurück gelassen. Allerdings bin ich gerne in das Jahr 1862 eingetaucht und die Autorin hat das auch wunderbar umgesetzt.




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