Rezension: Charlie Lovett - Der Buchliebhaber



  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (20. November 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442487110
  • ISBN-13: 978-3442487110
  • Originaltitel: The Lost Book of the Grail Or, A Visitor's Guide to Barchester Cathedral
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3,8 x 18,5 cm
  • Preis: 10,00€
  • vom Bloggerportal erhalten


Arthur Prescott ist glücklich mit seinem Leben im beschaulichen Barchester. Er unterrichtet an der Universität und verbringt seine Freizeit am liebsten in der Bibliothek der Kathedrale, deren Geschichte er recherchiert. Doch ausgerechnet seine wichtigste Quelle, das ›Buch der Ewolda‹, gilt als verschollen. Seit Jahren sucht Arthur vergebens nach dieser mittelalterlichen Handschrift, als nun auch noch ein Eindringling seine Arbeit stört: Die junge Amerikanerin Bethany ist nach Barchester gekommen, um die Bestände der Bibliothek zu digitalisieren. Ein Sakrileg in den Augen des bibliophilen Arthur. Doch Bethany erobert schließlich nicht nur Arthurs Herz, sie hilft ihm auch, das Rätsel des verschwundenen Manuskripts zu lösen ...





Charlie Lovett hat früher als Antiquar gearbeitet, ist ein begeisterter Büchersammler und gehört dem »Grolier Club« an, Amerikas bedeutendstem Club für Bücherliebhaber. Er lebt mit seiner Frau abwechselnd in Winston Salem, North Carolina, und Kingham im englischen Oxfordshire. Zu seinen Werken zählen die Romane »Das Buch der Fälscher« – ein New-York-Times-Bestseller – und »Jane Austens Geheimnis«.

Nachdem ich von dem Autor schon "Jane Austens Geheimnis" gelesen hatte und mich das Buch begeistert hatte, war ich auf sein neues Buch sehr gespannt. Der Titel alleine wäre aber schon Grund genug gewesen, mir das Buch näher anzusehen. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war mir sehr schnell klar, dass ich es lesen muss und hatte beim Bloggerportal glück. Das Cover finde ich auch sehr einladend, es wirkt romantisch und die antiquarischen Bücher darauf geben ein tolles Gesamtbild ab.

Der Schreibstil ist flüssig und detailreich, die Kapitel werden mit Informationen über Kathedralen begonnen, was ich anfangs sehr interessant fand, aber auf die Dauer eher nicht so prickelnd. Ich hatte mir mehr Spannung gewünscht, die Suche nach dem verschollenen Buch sollte im Vordergrund stehen allerdings waren die Übergänge relativ stolpernd. Als ich die erste Hälfte des Buches beendet hatte, ging es unspektakulär weiter und vieles wurde ohne Grund in die Länge gezogen. 

Arthur als Protagonist war eigentlich ganz nett gestaltet, schon alleine durch seine Eigenheiten aber irgendwie fehlte mir etwas um mit ihm richtig warm zu werden. Er wirkt so aufgesetzt und erfüllt dabei sämtliche Klischees, die man sich vorstellen kann. Dazu steht Bethany natürlich sehr stark im Gegensatz was irgendwie vorhersehbar und langweilig wirkte. Natürlich nähern sich die beiden einander an aber so wirklich prickelnd fand ich die Entwicklung der Beziehung nicht. 

Emotionen bleiben irgendwie auf der Spur, was ich sehr schade finde, denn das hätte die Geschichte definitiv bereichert. Auch wenn ich die Hintergründe gut ausgearbeitet fand und auch interessant zu lesen waren, konnte der Autor die einzelnen Ideen nicht miteinander verknüpfen. Es wirkte insgesamt eher erzwungen und nicht stimmig, besonders die letzten 150 Seiten haben mich richtig gelangweilt.



Leider genau das Gegenteil, was ich von dem Buch erwartet hatte, der Protagonist war kauzig und zeigte kaum Emotionen, was alleine nicht sonderlich schlimm gewesen wäre. Leider wurde aber auch das bisschen Spannung durch unnötige Längen kaputt gemacht und es kam kaum Leselust bei mir auf. Für mich leider enttäuschend aber aufgrund der spannenden Idee vergebe ich immerhin zwei Sterne.




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