Rezension: Luana Lewis - Schlafe still



  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (17. April 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442205301
  • ISBN-13: 978-3442205301
  • Originaltitel: Forget Me Not
  • Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 3 x 20,5 cm
  • Preis: 12,00€
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Die vermögende Londonerin Vivien führt mit ihrem Mann Ben und ihrer achtjährigen Tochter ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Doch dann wird sie eines Tages tot in ihrem Badezimmer aufgefunden, mit einer blutigen Wunde am Kopf. Die Familie steht noch unter schwerem Schock, als plötzlich Cleo, Bens Exfreundin, auftaucht. Sie gibt Viviens Mutter Rose gegenüber offen zu, dass sie nie aufgehört hat, Ben zu lieben. Als Rose Cleo wenig später in ihrer Wohnung aufsucht, ist sie zutiefst verstört – denn sie entdeckt eine ganze Wand voller Fotos von Vivien. Offenbar hat Cleo sie jahrelang heimlich beobachtet. Und dann beginnt sie auch noch, sich zurechtzumachen wie Vivien und ihre Kleidung zu tragen …


Luana Lewis ist klinische Psychologin und Autorin zweier Sachbücher. Sie verfasst regelmäßig Artikel für Zeitungen, Magazine und Zeitschriften und hat einen Abschluss in Kreativem Schreiben. Mit ihrem ersten Spannungsroman, »Lügenmädchen«, hatte sie auf Anhieb großen Erfolg.
Das Cover ist in dem Stil gehalten, der auch bei "Lügenmädchen" gewählt wurde, schlichter Hintergrund der einfarbig ist, in diesem Fall rot und dafür wird der Titel interessant hervorgehoben. Als ich das Buch gesehen habe, war mir klar das ich es lesen muss. Die Autorin hat mich das letzte mal so begeistert, dass ich einfach nicht anders konnte. Außerdem hat mich der Klappentext sofort neugierig gemacht und ich wollte unbedingt mehr erfahren.

Der Schreibstil ist recht locker, angenehm flüssig und spannend, wer einen rasanten Thriller erwartet, wird jedoch enttäuscht sein. Ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen, die mit Vivien's Tot beginnt. Ich hatte zwar damit gerechnet, dass es allein um die Aufklärung des Mordes ginge allerdings ist die Familie an sich das spannende. Ein besonderer Pluspunkt waren die Zeit- und Perspektivensprünge, die die Geschichte auflockern und noch spannender gestaltet haben. 

Nach und nach taucht mal als Leser tiefer in die Familiengeschichte ein und man kann zumindest erahnen, warum Vivienne zu dem Mensch wurde. Ihr Mann Ben und ihre Mutter Rose bleiben nach dem Tot zurück und müssen mit mehr Problemen zurecht kommen, als ihnen lieb ist. Vor allem müssen die beiden erst einmal die Beziehung zueinander aufarbeiten alleine wegen der kleinen Alexandra. Alexandra ist ebenfalls sehr speziell beschrieben und hat offensichtlich unter dem Einfluss der Mutter sehr viele ihrer Charakterzüge angenommen. Sie wirkt immer sehr zerbrechlich und abwesend, dabei ist sie sehr mehr als das.


Verglichen mit "Lügenmädchen" etwas ernüchternd, aber für sich alleine gesehen, hat mir das Buch recht gut gefallen. Interessant inszenierte Psychospielchen und vor allem Machtausübung werden von der Autorin sehr gut beschrieben. Anhand des Klappentextes könnte man wohl auch ein anderes Buch erwarten, ich bin aber trotzdem auf meine Kosten gekommen und würde jederzeit wieder zu einem Buch der Autorin greifen.





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