Rezension: Jo Nesbø- Der Fledermausmann



  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (1. Februar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548253644
  • ISBN-13: 978-3548253640
  • Größe und/oder Gewicht: 12 x 2,4 x 18,7 cm
  • Preis: 9,99€

Der Polizist Harry Hole wird zur Aufklärung des Mordes an der norwegischen Schauspielerin Inger Holter nach Australien gesandt. Dort steht ihm sein Kollege Andrew Kensington, ein Aborigine, zur Seite. Die beiden unkonventionellen Polizisten freunden sich schnell an. Von Andrew erfährt Hole eine Menge über Australien, seine Geschichte und das Leben in Sydney. Doch der Mord an Inger Holter ist kein Einzelfall. Im ganzen Osten von Australien werden junge, blonde Frauen vergewaltigt, mitunter auch erwürgt. Ist der Täter ein psychopathischer Frauenmörder ?



Jo Nesbø, 1960 geboren, ist Ökonom, Schriftsteller und Musiker. Er gehört zu den renommiertesten und erfolgreichsten Krimiautoren weltweit. Die Hollywood-Verfilmung seines Romans Schneemann wird von Martin Scorsese produziert. Jo Nesbø lebt in Oslo.
 
Ich hatte schon einiges Gutes von dem Autor gehört und auch selbst schonmal in ein Buch des Autors reingeschnuppert, jedoch wollte ich jetzt einfach mal von Beginn dabei sein und habe mich dazu entschieden die Harry Hole Reihe bei Band 1 anzufangen. Das Cover und der Titel haben mich sofort  angesprochen und spätestens danach war ich sehr neugierig.

Der Schreibstil ist eher plätschernd und weist viele Längen in der Geschichte auf, trotzdem ist die Handlung phasenweise richtig spannend. Harry Hole wirkt etwas flach und noch nicht ganz so gut ausgearbeitet, ich hatte mir gerade im ersten Buch einiges an Infos über ihn gewünscht. Natürlich kommt er nicht komplett zu kurz aber konnte mich auch nicht von Anfang an fesseln. Zum Ende der Geschichte hin, konnte er mich dann aber doch noch fesseln und hat auch immer mehr Persönlichkeit bekommen. 

Ich fand es sehr interessant von Norwegen aus nach Australien zu reisen, schonmal ein Pluspunkt, denn es ist einfach nicht der alltägliche Handlungsort. Allerdings fand ich Hole's Kollegen Andrew Kensington den Aborigine zwar interessant aber auch nicht unbedingt interessant. Natürlich haben die beiden sich schnell angefreundet aber irgendwie fand ich das alles etwas vorhersehbar. Die Mordaufklärung wies wieder sehr viele Längen auf und war zwischenzeitlich nicht unbedingt spannend, dadurch hatte ich das Gefühl auf der Stelle zu treten und nicht wirklich weiter zu kommen.

Alles in Allem kann ich nur sagen, dass ich nicht wirklich warm mit dem Autor geworden bin, die Story war zwar originell wies aber einige Schwächen auf, die mich leider gestört haben. Ich bin mir nicht wirklich sicher ob ich die Reihe weiter verfolgen sollte oder lieber doch meine Zeit anderweitig investieren sollte.
Für mich leider eine Enttäuschung, ich bin gespannt ob ich die Reihe weiter lesen werde oder nicht. Zeitweise war es mir einfach zu vorhersehbar und unnötig in die Länge gezogen, dadurch hat der Lesefluss und die Spannung ordentlich gelitten. Der Autor wird immer sehr gelobt und deswegen hatte ich einfach etwas mehr erwartet.







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