Rezension: Tony Parsons - Wer Furcht sät


  • Format: ePub
  • Seitenzahl: 320 (Printausgabe)
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • erscheinen: 11.11.2016
  • Sprache: deutsch
  • EAN: 9783732529599
  • Preis: 11,99€
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In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen - auf Pädophile, Mörder, Hassprediger - und erhängt sie. 
Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterstationen. 
Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist ...


Tony Parsons begann seien Karriere als Musikkritiker und ist einer der erfolgreichsten Kolumnisten und Fernsehjournalisten Großbritanniens. Zudem gehört er zu den ganz großen Stars der englischen Literaturszene, denn alle seine Romane schafften es in die nationalen und internationalen Bestsellerlisten. Er lebt mit seiner Frau, ihrer gemeinsamen Tochter und ihrem Hund in London.

Das Cover hat mir auf Anhieb gefallen, es wirkt sehr düster und hat mich unglaublich neugierig gemacht. Nachdem ich dann den Klappentext gelesen hat, war ich endgültig von dem Buch gefesselt und musste es lesen. Ich habe bisher noch keines der Bücher von dem Autor gelesen, auch wenn es sich hier um den dritten Teil einer Reihe, rund um den Detective Max Wolfe handelt. Ich bin jedoch gut in die Geschichte hinein gekommen und es hat mir keine Probleme bereitet, die Vorgänger nicht gelesen zu haben.

Die Geschichte beginnt gleich sehr rasant, die Spannung lässt jedoch nach kurzer Zeit schon wieder nach und plätschert eine lange Zeit nur so vor sich hin. Die Charaktere sind sehr spannend beschrieben, bekommen jedoch nicht wirklich Tiefe und man hat das Gefühl keine Entwicklung zu erkennen. Auch wenn ich Max Wolfe recht gut kennen lerne, habe ich das Gefühl nicht viel über ihn zu wissen. Die Handlung des Buches ist jedoch sehr komplex und wirkt sich natürlich auch auf den Detective aus, der mit der großen Problematik "Selbstjustiz" zurecht kommen muss.

Die Thematik der Story finde ich gelungen, sie regt zum nachdenken an und hat mich auch so schnell nicht losgelassen. Mein Problem waren jedoch die zahlreichen Handlungsstränge, unglaublich viele Handlungen laufen parallel ab und werden nicht zu Ende geführt. Plötzlich verschwindet ein Handlungsstrang komplett, was nicht nur irritierend ist sondern auch die Lust am Lesen eintrübt. Ich hatte mir gewünscht, der Autor hätte sich auf ein paar Handlungsstränge beschränkt und diese dann auch zu Ende geführt.

Auch wenn viele Handlungen aufgeführt werden, sind sie recht einfach beschrieben, mir fehlen die Details, ich hätte mir da einfach mehr gewünscht, damit ich mir alles besser vorstellen kann.  Ich muss leider einige Punkte abziehen, bei der Bewertung, der Ansatz gefällt mir gut und auch der Schreibstil ist mir recht sympathisch aber es fehlte mir einfach die Tiefe!

Von der Grundidee her gelungen aber die Umsetzung war eher flach, es fehlen Details und viele Handlungsstränge, für meinen Geschmack zu viele, führen ins Leere. Ich bin einfach enttäuscht weil der Autor hätte so viel mehr aus der Geschichte machen können! Der Leser bleibt auf Distanz und erfährt wenig über die Charakter, was ich persönlich sehr schade finde und mir auch nicht so erdacht hätte.





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