Rezension: Gregory D. Roberts - Im Schatten des Berges



  • Gebundene Ausgabe: 992 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (17. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442313627
  • ISBN-13: 978-3442313624
  • Originaltitel: The Mountain Shadow
  • Größe und/oder Gewicht: 16,4 x 5,3 x 23,5 cm
  • Preis: 26,99€
  • Leserunde auf wasliestud.de
Eine Liebeserklärung an Bombay und an das Leben!


„Shantaram“ hat Millionen Leser auf der ganzen Welt berührt. Die Geschichte von Lindsay Ford, dem Australier, der aus dem Gefängnis ausbrach, in Mumbai untertauchte, als Arzt im Slum arbeitete und um die Liebe seines Lebens kämpfte, lebt in ihren Herzen weiter. Lindsay Ford wurde zu Shantaram, und die Stadt Mumbai zu seiner Heimat. Am Ende verlor er einen Menschen, den er über alles liebte, wie einen Vater verehrte: den Mafiaboss Khaderbhai.


Zwei Jahre sind seitdem vergangen, und seit Khaderbhai nicht mehr mehr da ist, bekämpfen sich die verschiedenen Gangs der Stadt immer unerbittlicher, die Gewalt eskaliert. Auf der Suche nach einem Ausweg begegnet Lin einem heiligen Mann, der alles infrage stellt, was Lin zu wissen glaubte. Am liebsten würde er die Stadt verlassen, ein neues Leben beginnen. Doch zwei Dinge halten ihn zurück: Karla, seine große Liebe, und ein fatales Versprechen, das er nicht brechen kann ...


Gregory David Roberts wurde 1952 in Melbourne, Australien, geboren. Während seiner Studienjahre beging er mehrere bewaffnete Raubüberfälle und wurde zu einer 19-jährigen Haftstrafe in einem Hochsicherheitsgefängnis verurteilt. Nach seiner spektakulären Flucht ließ sich Gregory David Roberts in Bombay nieder. Dort gründete er unter anderem seine eigene Castingagentur für Bollywood-Filmproduktionen und eine Rockband. Seine Kontakte zur lokalen Mafia führten schließlich zu seiner Festnahme in Frankfurt. Gregory David Roberts wurde nach Australien zurückgeschickt, wo er weitere sechs Jahre im Gefängnis verbrachte – zwei davon in Einzelhaft. In dieser Zeit begann er seine Arbeit an seinem ersten Roman "Shantaram", der mittlerweile zu einem weltweiten sensationellen Erfolg avanciert ist. Gregory David Roberts zog sich 2014 aus dem öffentlichen Leben zurück, um seine Zeit seiner Familie und dem Schreiben zu widmen.
Nachdem ich Shantaram gelesen hatte, war für mich klar, das ich auch dieses Buch in Angriff nehmen möchte. Das Cover ist eigentlich recht "schlicht" gehalten, schwarzer Hintergrund und darauf die rote Zeichnung, hat mir aber gleich auf Anhieb sehr gut gefallen. Aber auch die Aufmachung hat mir gut gefallen, mit dem doppelt abnehmbaren Buchumschlag, sehr interessant und so etwas sieht man nicht jeden Tag.  Natürlich sind die fast 1000 Seiten erstmal eine Ansage und ich habe auch zwei mal darüber nachgedacht, das Buch eben nicht zu lesen, ich bin froh mich für das Buch entschieden zu haben.

Der Schreibstil ist wieder sehr detailreich, vieles wird in die Länge gezogen, was auch schon in dem ersten Buch etwas gewöhnungsbedürftig war. Ich habe mich jedoch schnell daran gewöhnt, was man von der Vielzahl der Charaktere nicht unbedingt behaupten kann. Besonders im ersten drittel des Buches kommen so viele Charaktere vor, dass man schon fast den Faden verliert. Aber die Charaktere werden alle so ausführlich beschrieben, dass viele von ihnen einfach im Gedächtnis bleiben. Lin den wir schon aus Shantaram kennen, ist natürlich in guter alter Manier, wieder in jede Menge verstrickt. Lin macht auf jeden Fall eine sehr deutliche Entwicklung durch, die man jedoch für meinen Geschmack auch etwas eher, hätte beginnen können.

Es dreht sich viel um die Gewalt, die auf Bombays Straßen herrscht und Lin und seine Freunde stecken bis zum Hals mit drin. So viele Menschen streben, werden verletzt und verschwinden von der Bildfläche, das war einfach der Wahnsinn. Aber es gibt auch gute Seiten in der Geschichte, auf die man zwar oftmals zu kurz kommen aber umso bedeutungsvoller waren. 

Im Großen und Ganzen war das Buch auf jeden Fall spannend, unterhaltsam und vor allem eine tolle Fortsetzung des ersten Buches. Aber ich hätte mir trotzdem hier und da gewünscht, dass der Autor eben nicht so abschweift und manche Abschnitte nicht so sehr in die Länge gezogen worden wären.

Ich denke auch, Shantaram gelesen zu haben ist ein großer Vorteil aber kein unbedingtes muss. Wer den Schreibstil mag und gerne mehr von Lin und den anderen Charakteren erfahren möchte sollte allerdings auch das erste Buch lesen.

Ein tolle Fortsetzung, die aber auch gut ohne den Vorgänger gelesen werden kann. Man kommt wieder mit jeder Menge Gewalt in Kontakt, das manchmal etwas verstörend war aber einfach zu der Geschichte gehört. Der Autor schafft es einen zu fesseln und hat mich mit dem Ende auch nochmal begeistern können!



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension: Holly Ivins - Jane Austen Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt

Rezension: S. Quinn - Devoted - Verbotene Leidenschaft