Rezension: Julia Heaberlin - Mädchentod


  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (17. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442483980
  • ISBN-13: 978-3442483983
  • Originaltitel: Black-Eyed Susans
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 3,2 x 18,8 cm
  • Preis: 9,99€
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Kurz vor ihrem 17. Geburtstag wurde Tessa Cartwright halb begraben auf einem Feld in Texas gefunden – inmitten menschlicher Gebeine, kaum am Leben und ohne Erinnerung an ihre Entführung. Als einzige Überlebende eines Serienkillers gelangte sie zu zweifelhaftem Ruhm. Ihr Peiniger wurde schließlich gefasst. Knapp zwei Jahrzehnte sind seitdem vergangen – doch plötzlich erhält Tessa verstörende Nachrichten. Nachrichten, die nur vom Täter kommen können. Sitzt ein Unschuldiger in Haft? Will der Mörder sein Werk vollenden? Tessa muss die Wahrheit finden – und schneller sein als der Killer.


Bevor Julia Heaberlin sich ihren Traum von der Schriftstellerei erfüllte, hat sie als preisgekrönte Journalistin für diverse Zeitungen und Zeitschriften geschrieben. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Dallas, Fort Worth, wo sie an ihrem nächsten Buch arbeitet.
Ein wirklich gelungenes Cover, das mich mit seiner "Signalfarbe" magisch angezogen hat, der Titel war jedoch auch nicht ganz unschuldig bei der Auswahl. Bisher kannte ich die Autorin noch nicht aber ich war sehr gespannt, denn der Klappentext hat mich ebenfalls begeistern können. 

Der Schreibstil ist recht flüssig, die Spannung jedoch muss erst lange gesucht werden. Ich bin recht schwer in die Geschichte hinein gekommen, es gibt keine wirkliche Einleitung, was nicht sonderlich schlimm gewesen wäre, man wird jedoch einfach mitten in die Geschehnisse geschubst und nicht alles lässt sich auf Anhieb entschlüsseln. Die Autorin benutzt viele Rätsel, die man nicht sofort entschlüsseln kann, was auch erstmal nicht weiter schlimm gewesen wäre aber dadurch hat man das Gefühl, nicht wirklich weiter zu kommen.

Ich musste das Buch weiter lesen, warum genau kann ich nicht sagen, denn die Spannung war in der ersten Hälfte eigentlich nicht auffindbar. Aber trotzdem musste ich wissen, wie die Geschichte weiter geht. In der zweiten hält hat man das Gefühl, die Autorin ist aufgewacht, plötzlich ist da diese Spannung, die mich gepackt hat und dazu führte, das ich nicht aufhören wollte zu lesen. Ein durchaus positiver Punkt sind all die kleinen Hinweise, die die Autorin spannend mit in die Geschichte einwebt und die die Fantasie anregen.

Ein deutlicher Vorteil der Story ist Tessa, die nicht nur das ganz besonders Etwas hat, das man sich von einer Protagonistin erwartet, hat. Sondern auch das sie einfach sehr lebhaft und realitätsnah ist, ihre Ängste sind real und das bringt die Autorin gekonnt rüber. Ohne sie wäre die Geschichte wahrscheinlich sehr viel langweiliger gewesen.

Ich muss ehrlich sagen als ich das Buch angefangen habe und nach 50 Seiten irgendwie noch nichts spannendes passierte, war ich enttäuscht und habe mich weiter gequält. Bis dann die rasante Wendung kam und das Buch richtig Fahrt aufgenommen hat. Ich hätte mir das etwas eher gewünscht, dann würde meine Beurteilung deutlich besser ausfallen. Ich bin froh, das ich das Buch nicht nach der ersten Hälfte aufgegeben habe aber ich schätze das nicht jeder Leser die Energie aufbringen wird.

Mit gemischten Gefühlen habe ich diese Rezension geschrieben, man braucht einfach etwas Durchhaltevermögen, bis es so richtig los geht und das hat mich doch enttäuscht. Die Grundidee der Story ist gelungen aber die Umsetzung hätte ich mir etwas stärker gewünscht. 



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