Rezension: Stephen King - Mind Control


  • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (12. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 345327086X
  • ISBN-13: 978-3453270862
  • Originaltitel: End of Watch
  • Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 4,2 x 22,3 cm
  • Preis: 22,99€
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In Zimmer 217 ist etwas aufgewacht. Etwas Böses. Brady Hartsfield, verantwortlich für das Mercedes-Killer-Massaker mit vielen Toten liegt seit fünf Jahren in einer Klinik für Neurotraumatologie im Wachkoma. Seinen Ärzten zufolge wird er sich nie erholen. Doch hinter all dem Sabbern und In-die-Gegend-Starren ist Brady bei Bewusstsein – und er besitzt tödliche neue Kräfte, mit denen er unvorstellbares Unheil anrichten kann, ohne sein Krankenzimmer je zu verlassen. Ex-Detective Bill Hodges, den wir aus Mr. Mercedes und Finderlohn kennen, kann die Selbstmordepidemie in der Stadt schließlich mit Brady in Verbindung bringen, aber da ist es schon zu spät.





Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, Carrie, erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und zuletzt 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. Sein Hauptwerk erscheint im Heyne-Verlag.


Das groß ersehnte Finale der Trilogie um Bill Hodges über das ich mich riesig gefreut habe. Das Cover ist einfach nur genial, es passt äußerlich sofort zu den ersten beiden Teilen, ist jedoch so ganz anders. Erstmal liebe ich einfach Hochglanz, es sieht immer so schick und edel aus und zweitens, diese Farben, ich komme gar nicht aus dem Schwärmen heraus, es ist einfach nur perfekt. Ich liebe das Cover!

Auf den Schreibstil ist wie immer Verlass, detailreich, flüssig und dermaßen spannend, das ich mal wieder das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Charaktere sind sehr umfangreich ausgearbeitet, allen voran natürlich unser Bill Hodges, den wir mittlerweile schon kennen, aber immer wieder neue Details entdecken. Nicht nur die Charakterzüge sind super, sondern auch die Persönlichkeit, wird immer deutlicher, er wirkt sehr realistisch und auf keinen Fall flach. 

Der Schauplatz in Zimmer 217 wird unglaublich detailreich beschrieben und auch die Dinge, die dort passieren. Teilweise bekommt man Gänsehaut und das erinnert mich immer  wieder an "ältere Bücher" des Autoren, es schafft einfach keiner so schnell Gänsehaut zu verschaffen wie King, zumindest meiner Meinung nach. Die Auflösung der Vorkommnisse wurde relativ früh gemacht, was mich zwar etwas stört aber die Geschichte auch nicht wirklich beeinflusst hat. Es wäre schön gewesen wenn man sich damit noch etwas hätte Zeit lassen können, das ist dann aber auch schon meckern auf hohem Niveau. Dafür wurden die Charaktere mehr ins Licht gerückt bzw. beschrieben. 

Ich denke das es jedoch auch Taktik von King ist, damit wir als Leser mehr hinter die Fassade von Brady Hartsfield blicken können, der auch kein Unbekannter ist. Es war wirklich spannend in seine Psyche abzutauchen und deswegen kann ich über die frühe Auflösung sehr gut hinwegsehen.

Wer als richtiger Stephen King Fan, diese Trilogie nicht liest, wird auf jeden Fall etwas großes verpassen, alle drei Bücher sind miteinander verknüpft und doch alle für sich etwas besonderes. Lasst euch das auf keinen Fall entgehen!

Ein rundum gelungener Abschluss, der mich wieder einmal von Stephen King begeistert hat. Noch dazu ist das Buch einfach ein Hingucker und ich werde es in Ehren halten. Jeder King Fan darf diese Trilogie auf keinen Fall verpassen!!!



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