Rezension: Max Bentow - Der Traummacher


  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (22. August 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442205107
  • ISBN-13: 978-3442205103
  • Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 3,8 x 20,5 cm
  • Preis: 14,99€
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Simona ist eine lebenslustige junge Frau und im Begriff, gemeinsam mit ihrer Freundin Alina eine Werbeagentur in Berlin aufzubauen – bis sie eines Nachts auf tragische Weise ihrem Herzleiden erliegt. Ihre Mutter ist fortan eine gebrochene Frau, die das Trauma nicht überwinden kann: Sie hört Simonas Stimme und wird von schrecklichen Fantasien verfolgt. Doch dann ereignet sich etwas Unfassbares – sie wird im Keller ihres Hauses auf bestialische Weise ermordet, ihr Körper ist mit Biss-Spuren übersät. Nils Trojan und sein Team, die sofort am Tatort eintreffen, sind noch nie mit einem solch schockierenden Anblick konfrontiert worden. Doch dies ist erst der Anfang, denn wenig später wird auch Alina in einer verlassenen Turnhalle am Rande Berlins tot aufgefunden, ihr Hals entstellt von denselben grausamen Malen. Nils Trojan ermittelt fieberhaft, und was er enthüllt, führt ihn an den schwärzesten Abgrund, in den er je geblickt hat ...




Max Bentow wurde 1966 in Berlin geboren. Nach seinem Schauspielstudium war er an verschiedenen Bühnen als Schauspieler tätig. Für seine Arbeit als Dramatiker wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Max Bentow lebt in Berlin.

Ein interessantes Cover, das mich jetzt nicht umgehauen hat aber im Zusammenhang mit dem Titel hat mich das Buch sofort angesprochen. Außerdem hatte ich schon sehr viel gutes über Benote gehört und wollte gerne mal einen seiner Thriller lesen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm flüssig, der Einstieg in das Buch ist mir recht leicht gefallen. Da es sich um eine Reihe rund um Nils Trojan handelt, war ich anfangs skeptisch inwiefern die Vorgänger relevant sind, habe aber schnell gemerkt, das es nicht unbedingt notwendig ist. Der Leser lernt die Protagonisten recht gut kennen, lediglich einige Andeutungen können nicht richtig aufgenommen werden, da es vor allem um vorherige Fälle geht. Das macht jedoch nur einen winzigen Teil aus und hat mich nicht gestört. 

Besonders gut hat mir gefallen, das der Autor ohne Umschweife gleich auf den Punkt kommt, ein besonderes Ereignis wird nicht erst einige Kapitel immer wieder aufgegriffen und dann erst zum Punkt gebracht. Die Charaktere haben alle Persönlichkeit und wirken deswegen sehr real, was ein weiterer Pluspunkt ist.

Kommen wir zur Handlung, die mich ja schon von vornherein neugierig gemacht hat, die Spannung wurde super aufgebaut, sodass bei mir kaum Flauten aufkamen. Das Buch lies sich wunderbar am Stück lesen und die Kapitellänge hat mir auch sehr gut gefallen. Die Schauplätze der Verbrechen waren ausreichend beschrieben. Was mich an der Handlung am meisten beeindrucken konnte war die Mischung der Genre, man hat von allem etwas dabei, Thriller, Krimi aber auch Sci-Fi. Alles in allem ein gelungenes Gesamtpaket.

Die Umstände der verschiedenen Tode werden wunderbar verknüpft und es ergibt sich nach und nach ein Netz aus tiefen Abgründen, besonders zum Schluss viel es mir da sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Mein erstes Buch von Benote, für mich ein voller Erfolg und es bleibt garantiert nicht bei dem einen Buch. Ein grandioser Thriller, der nicht unbedingt in das Genre passt aber auch in kein anderes. Für jeden der außergewöhnliche Thriller mag, könnte dies ein neues Lieblingsbuch sein.



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