Rezension: Josh Malerman - Bird Box



  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Penhaligon Verlag (16. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764531215
  • ISBN-13: 978-3764531218
  • Originaltitel: Bird Box
  • Größe und/oder Gewicht: 14,5 x 3 x 22,2 cm
  • Preis: 19,99€

Ich sehe was, das du nicht siehst - und es ist tödlich...




Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen aus aller Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von vier Wänden und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet …



Josh Malerman ist ein großer Fan von Gruselliteratur und zählt mehr als 500 Horrorfilme zu seinen Favoriten. Er schrieb zunächst Gedichte und Kurzgeschichten, doch seine professionelle Karriere startete er mit Songtexten, bevor er sich ganz seinem Debüt Bird Box widmete. Josh Malerman ist Sänger und Chef der gefeierten Indie-Band The High Strung, mit der er bereits zweimal in Guantanamo Bay aufgetreten ist. Er lebt heute mit seiner Verlobten in Royal Oak, Michigan.
Das Cover wirkt sehr bedrückend und düster, der Titel hebt sich vom dunklen Grund sehr gut ab und im Nachhinein verstehe ich sogar den Titel des Buches, er spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte, das hätte ich nicht gedacht. Ich musste mir erstmal einige Gedanken über das Buch machen, bevor ich es wirklich bewerten kann.

Der Schreibstil ist sehr besonders, er ist flüssig und trotzdem wird die Handlung immer wieder durch Zeitsprünge unterbunden, was anfangs sehr verwirrend war und man hatte das Gefühl auf der Stelle zu treten und nicht wirklich voran zu kommen. Für mich war diese Geschichte eine besondere Erfahrung, erstmal weil ich kaum verstehen konnte worum es nun wirklich in der Geschichte geht und trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, ich war regelrecht süchtig danach wieder zu lesen. 

Die Handlung fängt ganz gut an und entwickelt sich dann rasant weiter , ich hatte zwischendurch das Gefühl nicht mehr mit zu kommen bzw. etwas überlesen zu haben, das mir erklären könnte was genau gerade passiert. Diese komischen Wesen die durch den bloßen Anblick Menschen durchdrehen lassen  konnten ja nicht beschrieben werden, da keiner der sie gesehen hat überlebte. Deswegen war es sehr realistisch wie Malorie sich fühlt und doch fand ich sie ziemlich verrückt. Am Anfang habe ich gedacht sie wäre eine grausame Mutter aber sie hat das alles aus einem Grund gemacht, sie wollte ihre Kinder beschützen. Trotzdem hatte ich einfach mit einem etwas anderen Verlauf gerechnet.

Auch die Gruppe nachher im Haus wirkte von Anfang an zum scheitern verurteilt, sie haben trotz der besonderen Umständen jeden Menschen Einlass gewährt ohne wissen zu können was passieren würde ... Alles irgendwie komisch.

Für mich alles etwas zu wirr, auch das Ende war mir etwas zu verrückt, ich bin einfach nicht so recht warm geworden mit der Story und ich habe die Geschichte nur so verschlungen, weil ich die Idee der Store genial fand und die Hoffnung hatte das ich komplett umgehauen werde. Leider ist das nicht passiert, deswegen fällt meine Bewertung etwas niedriger aus als erhofft.

Wer gerne verwirrende Thriller lesen möchte, die zwar spannend sind aber überhaupt keinen Sinn ergeben, der darf das Buch gerne zur Hand nehmen. Wenn man jedoch wie ich eher auf Thriller steht, bei denen zumindest das Ende Aufklärung verschafft, sollte die Finger von dem Buch lassen, sonst wird man schnell enttäuscht.



Kommentare:

  1. Da bin ich ganz deiner Meinung. Ich war auch sehr enttäuscht. Aus der Idee vom Anfang hätte man wirklich viel machen können. Meine Fantasie hätte da soviel hergegeben, ABER die Umsetzung, nein, nicht nach meinem Geschmack. Da dachte ich dieses Jahr wirklich, dass es einen zweiten Teil gibt, "Der Fluss" und dann war es nur die TB-Ausgabe. Cover ist besser ja, aber warum musste der Titel geändert werden. Für mich eine blöde Werbestrategie, die nur Verwirrung gestiftet hat :/

    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Ja ganz genau, von der Grundidee etwas ganz besonderes und habe ich auch vorher noch nicht so gesehen, viele Möglichkeiten etwas Großes zu machen aber leider anscheinend auch viele Möglichkeiten es zu versauen. Große Enttäuschung. Zum Punkto neuer Titel, das habe ich auch nicht so recht verstanden, völlig sinnfrei aber bestimmt nicht ohne Hintergedanken so gemacht ;D

      Wa mich aber am meisten geärgert hat, war einfach dieses gefühlt lange hin halten um dann doch nur wieder um den heißen Brei herum zu reden ... Gemein und ich bin froh das ich das Buch ertauscht habe und nicht für den vollen Preis gekauft habe, dann wäre ich noch enttäuschter gewesen ^^

      Liebe Grüße Lea

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