Rezension: Sergej Lukianenko - Die Wächter - Nacht der Inquisition


  • Broschiert: 592 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (11. Juli 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453316533
  • ISBN-13: 978-3453316539
  • Originaltitel: (Soviet Watch - The Watch Series Book 3)
  • Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 4,5 x 20,5 cm
  • Preis: 14,99€
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Der jahrhundertealte Kampf der lichten und dunklen Anderen hat sich bis in die entlegensten Winkel Russlands ausgebreitet: In den großen Städten Sibiriens sind die Wächter des Tages und die Wächter der Nacht penibel darauf bedacht, das Gleichgewicht zwischen den Mächten zu halten. Dazwischen jedoch liegt die Taiga, endlose Kilometer einsamer Steppe voll düsterer Bäume, pfeifenden Windes und eiskalten Schnees. Hier haust im Verborgenen eine dritte Macht, so uralt und böse, dass sie sowohl die Wächter der Nacht als auch die Wächter des Tages zu vernichten droht ...




Sergej Lukianenko, 1968 in Kasachstan geboren, studierte in Alma-Ata Medizin, war als Psychiater tätig und lebt nun als freier Schriftsteller in Moskau. Er ist der populärste russische Fantasy- und Science-Fiction-Autor der Gegenwart, seine Romane und Erzählungen wurden mehrfach preisgekrönt. Die Verfilmung von "Wächter der Nacht" war der erfolgreichste russische Film aller Zeiten.

Nachdem ich den zweiten Teil des neuen Wächter Zyklus irgendwie verpasst habe, konnte ich dem Teil jedoch nicht widerstehen. Der erste Teil konnte mich damals nicht wirklich begeistern und deswegen war ich sehr skeptisch, da mir aber die anderen Bücher von Lukianenko sehr gut gefallen haben, verdient jeder eine zweite Chance. Das Cover alleine konnte mich schon überzeugen, es passt sich den beiden anderen Teilen sehr gut an, es ist sofort erkennbar das es mit den "anderen" Wächter-Büchern zusammenhängt, hebt sich jedoch davon ab.

Der Schreibstil ist eigentlich "typisch" Lukianenko, sehr düster, flüssig und detailreich. Am Anfang schwächelt die Geschichte jedoch sehr stark, sie ist zäh und ich musste mich wirklich überwinden weiter zu lesen. Die Spannung bleibt in der ersten Hälfte so gut wie aus, man hat das Gefühl die ganze Zeit hingehalten zu werden. Ab der zweiten Hälfte ändert es sich langsam bis sich das Ende als voller Erfolg entpuppt. Eine interessante Mischung, die mich jedoch nicht ganz begeistert hat, ich hätte mir in der ersten Hälfte einfach ein bisschen mehr gewünscht, vor allem nachdem mir auch das erste neue Abenteuer der Wächter nicht so gut gefallen hatte. 

Die Charaktere waren recht spannend beschrieben, es fehlte aber hier und da die Tiefe, was ich sonst in den Büchern des Autors nie vermisst habe. Die ganze Szenerie Siberien hat mir ganz gut gefallen, es war mal was anderes, ich finde diesen Abschnitt recht interessant und war in der Hinsicht positiv überrascht.

Für eingefleischte Fans der Wächter Reihe, dürften diese Bücher eher eine Enttäuschung sein, da man einfach anderes "gewohnt" ist. Für neue Leser könnte das allerdings schon wieder ganz anders sein, ich werde auf jeden Fall weiter am Ball bleiben und kann nur hoffen, das mich neuere Bücher des Autors mehr fesseln können. Auch wenn das wahrscheinlich der letzte der Wächter Bände ist, so lässt sich zumindest das Ende auslegen. 

Eine recht durchwachsene Story, die anfangs wenig Spannung hatte, mich zum Ende des Buches jedoch noch fesseln konnte, bzw. überraschen. Für meinen Geschmack wäre in Punkto Spannung deutlich mehr möglich gewesen, deswegen bin ich auch ziemlich enttäuscht. Viel Potenzial, besonders die interessante Sibirien Szenerie, wurde jedoch nicht in vollem Maße genutzt.



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