Rezension: Sophia Khan - Das Leuchten meiner Welt



  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (13. Juni 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453358961
  • ISBN-13: 978-3453358966
  • Originaltitel: Yasmeen
  • Größe und/oder Gewicht: 11,9 x 4,2 x 18,8 cm
  • Preis: 9,99€
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Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nach Hause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen, bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommt. Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens Verschwinden endlich zu verstehen.


Anrührend und klug erzählt Sophia Khan in ihrem beeindruckenden Debüt von einer geheimen Liebe und deren Folgen für eine ganze Familie.




Sophia Khan wurde 1985 als Tochter einer amerikanischen Mutter und eines pakistanischen Vaters geboren. Sie wuchs in beiden Ländern auf, reiste viel, studierte in den USA und lebt heute mit ihrem Mann in Islamabad. Das Leuchten meiner Welt ist ihr erster Roman.

Zu aller erst zum Cover, es ist total schön gestaltet, durch die Ornamente in dem blau wirkt es schon orientalisch, also die erste Gegebenheit aus dem Buch aufgegriffen. Als zweites dann noch der Autorenname und auch der Titel sehen aus wie auf altem Briefpapier, dazu die Briefstempel, machen das Bild komplett und sind ebenfalls aus der Geschichte aufgegriffen. Man hat das Gefühl, hier hat sich jemand wirklich Gedanken über das Cover gemacht. Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, musste ich das Buch sofort in die Hand nehmen und habe mich dazu gleich in den Klappentext verliebt.

Der Schreibstil ist flüssig, informativ aber auch leicht verwirrend, durch die Perspektivwechsel, an die man sich jedoch recht schnell gewöhnt. Die Charaktere sind interessant und auch leicht schräg gestaltet, allen voran natürlich Irenie, sie wirkt vereinsamt und lebt in ihrer eigenen Welt, seit dem Verlust ihrer Mutter ist sie nicht mehr das unschuldige Kind von früher, das bekommt man sofort mit. Ihr Vater James hat auch sichtbare Spuren des Verlusts, er wirkt immer so gedankenverloren, interessiert sich kaum für seine Tochter, was jedoch nur auf den ersten blick so wirkt. Gemeinsam leben sie in einem Haus, in dem alles an den Verlust der Mutter Yasmeen erinnert.

Irenie findet eines Tages eine Metalschatulle mit vielen alten Briefen, von Ahmed und ihrer Mutter, Yasmeen. Irenie schöpft neue Hoffnung, so mehr über das Verschwinden ihrer Mutter zu erfahren und begibt sich auf eine erstaunliche Reise, in die Vergangenheit. Hier fällt auf, das die Autorin mit sehr viel Details, die Geschichte schmückt, was wahnsinnigen Lesespaß bereitet. Die Geschichte wird zunehmend spannender und flüssiger.

Ich fand es schön in die pakistanische Kultur abzutauchen, alles wirkte lebendiger und auch Irenie wirkte wie ausgewechselt. Auch die Beziehung zu ihrem Vater wird anders, irgendwie freundlicher. Diese Geschichte erzählt von Liebe, Trauer, Verlust und so vielem mehr, es zeigt, wie leicht es passieren kann, das Menschen nur  noch nebeneinander her leben anstatt miteinander.

Eine eindrucksvolle Liebesgeschichte, mit anderem Hintergrund und tiefen Einblicken in die pakistanische Kultur. Schreibstil und Charaktere haben mich mitgerissen auch wenn ich mich erst mit ihnen arrangieren musste!



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