Rezension: Joy Fielding - Das Verhängnis


  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Goldmann; Auflage: 1. (20. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442473500
  • ISBN-13: 978-3442473502
  • Originaltitel: The Wild Zone
  • Größe und/oder Gewicht: 11,9 x 3,3 x 18,9 cm
  • Preis: 9,99€


Psychologisch, raffiniert, abgründig


Als Suzy Bigelow eines Abends beschließt, in einer Bar in Miami Beach alleine einen Drink zu nehmen, kann sie nicht ahnen, dass sie damit eine wahre Lawine an verhängnisvollen Ereignissen lostreten würde. Denn am Tresen stehen drei Männer, die sie beobachten und schließlich eine Wette abschließen: Wer von ihnen es schafft, die attraktive junge Frau noch in derselben Nacht zu verführen, ist der Gewinner. Sehr schnell gerät Suzy in einen gefährlichen Strudel – und was wie ein harmloses Spiel begann, erfüllt sich in einem Hotelzimmer auf katastrophale Weise …





Joy Fielding wurde am 18. März 1945 in Kanada geboren. Unbestritten gehört Joy Fielding zu den absoluten Spitzenautorinnen für Spannungsliteratur. Sie macht beruflich einige Umwege, bevor sie mit ihrer eigentlichen Passion, dem Schreiben, Erfolg hat. Schon als Achtjährige beginnt sie, als Zwölfjährige fließt das erste Blut aus ihrer Feder - bei einem Drehbuch über Muttermord. Nach dem Literaturstudium strebt sie aber zunächst danach, Hollywood zu erobern: als Schauspielerin. Der Sprung nach Hollywood gelingt ihr nicht, dafür aber der in die internationalen Bestsellerlisten. Bis heute verkauften sich ihre Romane allein im deutschsprachigen Raum über 13 Millionen Mal. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.

Wieder mal ein Buch der Autorin, das mich so gar nicht überzeugen konnte, ich kann euch gar nicht sagen warum ich mir trotzdem immer wieder Bücher von ihr kaufe. Es liegt wahrscheinlich daran, wie gut mir das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe, gefallen hat! Das Cover passt wieder perfekt in die Reihe und das ist für mich auf jeden Fall ein Pluspunkt, sie sehen nebeneinander im Regal einfach viel besser aus. Noch zwei weitere Bücher von ihr liegen bei mir auf dem SuB, wenn die ebenfalls so enttäuschend sind, dann waren es auf jeden Fall die letzten Bücher von ihr.

Der Klappentext klingt sehr interressant und verspricht spannende Unterhaltung, doch leider werden die Versprechungen nicht gehalten. Der Schreibstil ist diesmal recht gut, spannend und doch flüssig was mich sehr überrascht hat und mir Hoffnung auf viel Nervenkitzel gebracht hat. Die Handlung an sich, ist sehr spannend aber man hat nicht das Gefühl hier einen Krimi zu lesen sondern eher ein Beziehungsdrama. Natürlich kommt viel Gewalt darin vor aber auch das wirkt irgendwann einfach nur noch abgestumpft und fast schon langweilig.

Für mich hat es sehr lange gedauert, zu verstehen, was der eigentliche Kern der Geschichte ist. Die Charaktere wurden mir irgendwie nicht sympathisch und vor allem Suzy hätte ich ganz anders eingeschätzt. Vielleicht liegt es an den letzten Enttäuschungen, das auch dieses Buch nicht so richtig bei mir punkten konnte aber ich erwarte immer Nervenkitzel oder zumindest ein gutes Motiv, doch das war leider beides nicht der Fall.

Das schlimmste jedoch ist, dass man für den Höhepunkt bis zum Schluss warten muss und er dann auf wenigen Seiten ausgetragen wird und somit einfach verpufft. Wenn ich schon das Buch bis zum Ende lese und dort erst der Höhepunkt auf mich wartete, was ich nicht unbedingt schlecht finde, wenn das Buch bis dahin spannend ist, dann wünsche ich mir auch ein paar mehr Seiten um das Ende auch genießen zu können. Ich möchte nicht abgespeist werden und genau das war eigentlich die größte Enttäuschung an dem Buch.

Tjá ich weiß gar nicht so recht was ich hier schreiben soll, ich hatte einfach viel mehr erwartet, vielleicht muss man ´seine Erwartungen etwas niedriger ansetzen um das Buch genießen zu können aber für mich war das mal wieder ein Reinfall. Ich hoffe das nächste Buch von Fielding wird besser bei mir ankommen.



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