Rezension: Gregory David Roberts - Shantaram


  • Gebundene Ausgabe: 1088 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (21. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442311535
  • ISBN-13: 978-3442311538
  • Originaltitel: Shantaram
  • Größe und/oder Gewicht: 16,5 x 5,8 x 23,2 cm
  • Preis: 19,99€


Eine ebenso tollkühne wie bewegende Reise ohne Rückfahrkarte in das Indien abseits der touristischen Routen


Als der Australier Lindsay in Bombay strandet, hat er zwei Jahre Gefängnis hinter sich und ist auf der Flucht vor Interpol. Zu seinem großen Glück begegnet er dem jungen Inder Prabaker, der ihn unter seine Fittiche nimmt. Auf ihren Streifzügen durch die exotische Metropole schließen die beiden eine innige Freundschaft, und Lindsay lernt nicht nur die Landessprache, sondern auch, mit sich ins Reine zu kommen: Er wird zu „Shantaram“, einem „Mann des Friedens“, und kämpft für die Ärmsten der Armen. Doch dann verfällt Lindsay einer Deutsch-Amerikanerin mit dubiosen Kontakten zur Unterwelt ... 




Gregory David Roberts wurde 1952 in Melbourne, Australien, geboren. Während seiner Studienjahre beging er mehrere bewaffnete Raubüberfälle und wurde zu einer 19-jährigen Haftstrafe in einem Hochsicherheitsgefängnis verurteilt. Nach seiner spektakulären Flucht ließ sich Gregory David Roberts in Bombay nieder. Dort gründete er unter anderem seine eigene Castingagentur für Bollywood-Filmproduktionen und eine Rockband. Seine Kontakte zur lokalen Mafia führten schließlich zu seiner Festnahme in Frankfurt. Gregory David Roberts wurde nach Australien zurückgeschickt, wo er weitere sechs Jahre im Gefängnis verbrachte – zwei davon in Einzelhaft. In dieser Zeit begann er seine Arbeit an seinem ersten Roman "Shantaram", der mittlerweile zu einem weltweiten sensationellen Erfolg avanciert ist. Gregory David Roberts zog sich 2014 aus dem öffentlichen Leben zurück, um seine Zeit seiner Familie und dem Schreiben zu widmen.


Ein interessantes Cover, es spiegelt Indien wieder und es wirkt anziehend, sodass man einfach den Klappentext lesen muss. Ich habe das Buch von einer Bekannten erhalten, die total begeistert ist von dem Buch und mich umso neugieriger auf die Geschichte gemacht hat. Ich hatte das Buch vorher noch nie bemerkt und da es schon etwas älter ist auch nie bewusst in der Buchhandlung wahrgenommen.

Der Schreibstil ist sehr ausführlich, detailreich und bildlich, der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund und alles ist durch realen Hintergrund so geschrieben, mit kleinen Abänderungen. Schon alleine wegen des Hintergrunds des Autors wirkt dieses Buch umso anziehender auf mich, denn er erzählt hier genau seine Geschichte, nur eben minimal abgeändert. Man sollte auf jeden Fall bei dem Buch keinen schönen Roman erwarten, den man einfach mal eben so durchschmökert, sondern dieses Buch ist so viel mehr, es regt vor allem zum Nachdenken an.

Ich bin ganz ehrlich, ich lese unheimlich gern und auch ziemlich viel aber dieser "Wälzer" hat mich anfangs schon ziemlich abgeschreckt und ich war skeptisch ob ich nicht irgendwann die Lust auf die Geschichte verlieren würde, doch das war nicht der Fall. Die Geschichte ist unheimlich packend, ich finde den Blickwinkel wunderbar und man merkt das diese Geschichte mit Herzblut geschrieben wurde. Natürlich gab es bei 1000 Seiten auch mal Stellen, an denen ich dachte, jetzt könnte mal wieder etwas passieren und genau dann passierte wieder etwas spannendes. Ich hatte nicht eine Minute Langeweile und es fiel mir wieder einmal schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Der Autor beschreibt unheimlich anschaulich, wie das Leben in Indien ist bzw. wie er es erlebt hat, ob es nun bei den reichen war oder in den Slums. Man merkt er hat sich in Bombay verliebt und bringt diese Liebe immer wieder zum Ausdruck. Wir erhalten Einblicke in eine düstere Vergangenheit und lernen freundliche Menschen kennen. Das Buch ist ein Gesamtpaket an Emotionen und man merkt das diese Geschichte gelebt wurde. Der Autor hat sich unheimliche Mühe gegeben es so authentisch wirken zu lassen wie nur möglich und das hat er auf jeden Fall geschafft.

Für alle die ausführliche, spannende Tatsachenromane lesen möchten, sich gerne in ein fernes Land und vor allem eine so ganz andere Kultur entführen lassen, ist dieses Buch bestens geeignet. Lasst euch nicht von der Seitenzahl abschrecken, denn das Buch ist es einfach Wert!



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