Rezension: Meg Haston - Alles so leicht


  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Thienemann Verlag (13. Juli 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522202155
  • ISBN-13: 978-3522202152
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 3,1 x 22,1 cm
  • Preis: 19,99€


Stevie ist siebzehn und hatte es fast geschafft. Sie stand so kurz vor ihrem Ziel, endlich zu verschwinden aus diesem Körper, aus diesem Leben, aber wie soll das hier funktionieren? Auf Schritt und Tritt wird sie kontrolliert, immerzu soll sie irgendetwas essen. Und da ist auch noch Anna, diese Therapeutin, die so ganz anders ist als die anderen Seelenklempner. Selbst den Mädchen, mit denen sie ein Zimmer und ein Schicksal teilt, fühlt sich Stevie jeden Tag näher. Aber sie wird sich nicht öffnen, sie hat schließlich einen Plan. 

Eine Geschichte von solch einer Wucht und Schönheit, dass man immerzu Sätze unterstreichen möchte.




Meg Haston lebt in Jacksonville, Florida. Hier schreibt sie und arbeitet als Beratungslehrerin an einer Privatschule. „Alles so leicht“ ist ihr erster Jugendroman.

Ein sehr schönes Cover, das mir immer wieder begegnet ist und an dem ich einfach nicht vorbei gehen konnte. Das Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste und irgendwann hatte ich dann das Glück es ertauschen zu können. Leider hat es einige Zeit bei mir zu Hause gelegen ohne gelesen zu werden und diesen Monat dachte ich dann, jetzt musst du es mal lesen und ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen aber es hat sich gelohnt es endlich zu lesen.

Der Schreibstil ist flüssig, detailreich und direkt ohne etwas zu beschönigen, eine sehr ernste Thematik, die aber wunderbar einfach rüber gebracht wird. Ich hatte nicht damit gerechnet das mich die Geschichte so berührt und teilweise auch so entsetzt. Stevie ist eine starke Persönlichkeit, sie hat sich ein Ziel gesetzt und das versucht sie mit allen Mitteln durchzukriegen, doch ihre Mitmenschen versuchen sie davon abzuhalten, ihr Ziel zu erreichen. Das einzige was mich wirklich gestört hat, war das man keinen Einblick in Stevies Vergangenheit erhält, dadurch konnte man nur die Entwicklung im Therapiezentrum miterleben, ich hätte Stevie gerne vor dem Tod ihres Bruders kennen gelernt.

Stevies Vater macht das einzig vernünftige, indem er sie in das Therapiezentrum einweist, natürlich ist Stevie mit gemischten Gefühlen dort, hatte kaum Zeit nachzudenken und sieht sich jetzt mit anderen Mädchen konfrontiert. Es war ziemlich krass wie abschätzig sie über die anderen Mädchen am Anfang geredet hat aber mit der Zeit kommen sie sich alle näher, die Wandlung war dabei sehr gut zu beobachten.

Natürlich steht nicht nur Stevie im Vordergrund und man erhält auch einen riesigen Einblick in das Thema Essstörungen denn Stevie trifft auf die unterschiedlichsten Typen von Menschen, das war wirklich interessant aber auch ergreifend. 

Eine interessante Geschichte, bei der mir ein paar Kleinigkeiten gefehlt haben, mich aber trotzdem sehr gut unterhalten hat, wenn auch mit gemischten Gefühlen. Wer die gesamte Gefühlspalette erleben möchte sollte sich dieses Buch mal näher anschauen!



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen