Rezension: Joy Fielding - Flieh, wenn du kannst


  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Goldmann TB (1. Juli 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442432626
  • ISBN-13: 978-3442432622
  • Originaltitel: Don't Cry Now
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 3,3 x 19 cm
  • Preis: 8,00€ (medimiops: ab 1,99€)


„Sie sind in Gefahr. Sie und Amanda.“ Als Bonnie Wheeler von Joan, der Exfrau ihres Mannes, vor einer unbestimmten Gefahr für sie und ihre Tochter gewarnt wird, ist sie zunächst skeptisch. Doch bevor sie Genaueres erfährt, wird Joan ermordet. Und ihre Warnungen waren offensichtlich begründet. Für Bonnie beginnt ein wahrer Alptraum …





Joy Fielding wurde am 18. März 1945 in Kanada geboren. Unbestritten gehört Joy Fielding zu den absoluten Spitzenautorinnen für Spannungsliteratur. Sie macht beruflich einige Umwege, bevor sie mit ihrer eigentlichen Passion, dem Schreiben, Erfolg hat. Schon als Achtjährige beginnt sie, als Zwölfjährige fließt das erste Blut aus ihrer Feder - bei einem Drehbuch über Muttermord. Nach dem Literaturstudium strebt sie aber zunächst danach, Hollywood zu erobern: als Schauspielerin. Der Sprung nach Hollywood gelingt ihr nicht, dafür aber der in die internationalen Bestsellerlisten. Bis heute verkauften sich ihre Romane allein im deutschsprachigen Raum über 13 Millionen Mal. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.

Nachdem ich von " Das Herz des Bösen" so enttäuscht gewesen bin habe ich mir gedacht, ich greife mal wieder zu einem älteren Werk von Fielding. Ich hatte früher schon "Lauf, Jane, Lauf" gelesen und davon war ich richtig begeistert. Ich habe die etwas ältere Ausgabe, auf dem Cover ist eine hübsche Frau abgebildet die nackt in die Kamera schaut, nicht besonders aussagekräftig aber zu der Zeit sahen die meisten Fielding Cover so aus, das bedeutet sie ist auch schon damals ihrer Linie treu geblieben.

Der Schreibstil war diesmal keineswegs oberflächlich, sie hat flüssig und tiefgründig geschrieben, alles wirkte so ein wenig düster und unheilvoll auch wenn nicht immer etwas wahnsinnig spannendes passiert ist. Ich war richtig süchtig danach, zu erfahren wie es weiter geht. Die Spannung verlief in Wellen mit ordentlichen Höhepunkten und wenn man das Gefühl hatte, es wird zu ruhig dann kam auch schon wieder ein großer knall. Auch die Charakter sind sehr gut durchdacht, sie haben Ecken und Kanten und wirken einfach menschlicher und ich habe richtig mit ihnen mitgefiebert.

Zu keinem Zeitpunkt war auch nur ungefähr zu sehen, wer der Mörder ist, das hatte ich bei dem letzten Buch bemängelt, eine Krimi oder ein Thriller sollte im besten Fall nicht vorhersehbar sein. Ein winzig kleiner Schwachpunkt ist jedoch die Polizeiarbeit, Bonnie ist tatverdächtig und wird weder observiert noch gründlich befragt das fand ich etwas merkwürdig, aber ist wahrscheinlich einfach Teil der Geschichte. 

Das Ende hat mich dann noch einmal richtig vom Hocker gehauen, die letzten Seiten vergingen wie im Flug und ich konnte nicht aufhören zu lesen, das hat Fielding bis jetzt immer gut hinbekommen, einen ordentlich lauten Knall zum Ende ein es Buches. 

Ein spannendes Buch, das mir mal wieder gezeigt hat, das auf Fielding Verlass ist wenn es um Spannung geht. Das wird auf jeden Fall nicht das letzte Buch sein, welches ich von ihr lesen werde.



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