Rezension: Eva Stachniak - Der Winterpalast



  • Taschenbuch: 529 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (21. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458358951
  • ISBN-13: 978-3458358954
  • Größe und/oder Gewicht: 13,3 x 3,5 x 21 cm
  • Preis: 14,99€


Geheime Gänge, verdeckte Türen, dunkle Nischen: Als die Waise Varvara als Dienstmädchen in den Winterpalast kommt, lernt sie schnell, sich ihre Verschwiegenheit und ihren aufmerksamen Blick zunutze zu machen. Keine Intrige, die ihr entginge, kein Getuschel, das ihren Ohren verborgen bliebe. Schnell wird sie zu einer der wichtigsten „Spioninnen“ im Palast. Als die junge Sophie von Anhalt-Zerbst – die spätere Katharina die Große – an den Hof kommt und auf dem Weg zur Macht eine Verbündete braucht, wird Varvara ihre engste Vertraute. Schließlich erklimmt Katharina den Zarenthron – aus der unerfahrenen Fremden wird eine der mächtigsten Frauen ihrer Zeit. Eva Stachniaks opulenter Roman über die ungewöhnliche Freundschaft zweier Frauen führt den Leser in eine Welt, in der Leidenschaft und Vertraulichkeit auf Heimtücke und Verrat treffen – in die abgründig-geheimnisvolle Welt des russischen Zarenhofs, gehüllt in schweren Brokat und knisternde Seide.





Eva Stachniak, geboren im polnischen Wrocław, lebt in Toronto. Sie hat für Radio Canada International gearbeitet und als Dozentin für Englisch und Geisteswissenschaften am Sheridan College gelehrt. Mit Necessary Lies gewann sie den Canada First Novel Award.

Erstmal finde ich das Cover wunderschön, das war auch der Grund warum ich das Buch unbedingt haben musste, dieses barocke Schlösschen und dann die Frau die in einem wunderschönen Kleid darauf zuläuft, das hat mich einfach umgehauen. Der Klappentext hat mich dann komplett überzeugt und ich habe mich darauf gefreut es zu lesen. Als ich dann zu Hause war und mal im Netz nachgesehen habe, war ich etwas enttäuscht, da das Buch relativ schlecht bewertet ist und habe es erstmal zur Seite gelegt. Nachdem ich es gelesen habe, kann ich zwar einigen Punkten zustimmen aber das Buch hat auch viel Gutes zu bieten!

Der Schreibstil ist sehr detailreich, flüssig und dazu auch noch sehr bildlich. Die Charaktere des Buches wirken real, das mag daran liegen, dass es einige von ihnen wirklich gegeben hat! Die Charaktere sind darüber hinaus sehr gut recherchiert und man findet sie ebenfalls im Internet. Kaiserin Elisabeth hatte ihren ganz persönlichen Charme aber auch die zahlreichen anderen Charaktere waren unheimlich interessant und wunderbar real.

Ein großer Minuspunkt ist aber auch, dass die Charaktere zwar sehr real wirken aber doch undeutlich bleiben, man erfährt einige Grundinformationen und kommt nicht in die Tiefe. Dadurch wirken sie schnell flach und verlieren ihren Charme. Ich finde es immer schön, wenn ich eine Geschichte lese und Stück für Stück mehr über die Protagonisten erfahre, das war hier leider nicht der Fall. Auch die Dialoge sind eher wenig vorhanden, wodurch die Geschichte etwas den Schwung verliert, dadurch konnte man die Charaktere natürlich auch nicht sonderlich näher kennen lernen!

Das hat Warwara aber wieder ausgeglichen, denn ist nun einmal nicht wie sonst üblich aus der Sicht eines armen kleinen Dienstmädchens oder der ungeliebten Stieftochter, die im Keller wohnt geschrieben sondern aus der Sicht einer Spionin. Das war mal wirklich neu und erfrischend!

Ich bin gespannt was in Band zwei auf mich wartete, den ich auf jeden Fall lesen werde auch wenn er noch schlechter sein soll als dieses Buch bewertet war aber ist natürlich auch ein bisschen Geschmackssache.


Ich bin mit diesem Buch gut unterhalten worden, natürlich gab es einige Punkte, die mir nicht gut gefallen haben aber die Story an sich hat das wieder ausgeglichen und mir hat dieser kleine Einblick in die russische Geschichte sehr gut gefallen. Ich freue mich darauf in Band 2 zu sehen wie es weiter geht!!!



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