Rezension: Martina Bick - Weihnachten auf dem Lande



Landluft und Weihnachtsmagie

Kurz vor Weihnachten macht Emina sich auf, den Vater ihres Kindes zu finden, nachdem sie ihrem Freund Jasper die Wahrheit gestanden hat. Bei einer fröhlichen Landpartie hat sie den Organisten Christoph kennengelernt – und da ist es passiert. In einem kleinen Dorf sucht sie nach Christoph, den hier jedoch niemand zu kennen scheint. Schnee und Eis verhindern, dass sie wieder abreisen kann. Zudem suchen die Dörfler für ihr Krippenspiel noch eine Maria, da kommt Emina gerade recht. Und dann taucht auch Christoph auf, doch die Begegnung verläuft ganz anders, als Emina es sich vorgestellt hat.

Die wunderbare Geschichte eines Weihnachtskindes





Martina Bick, 1956 in Bremen geboren, arbeitet an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Sie schrieb zahlreiche Kriminalromane und Romane sowie Kurzgeschichten und Gedichte für Anthologien und den Rundfunk.

Das Cover fand ich total ansprechend, die schneebedeckten Bäume und Häuser, verstrahlen weihnachtliches Flair, nach dem ich den Klappentext gelesen hatte, wollte ich das Buch gerne lesen, es klang spannend und vielversprechend. Wie ihr an der Bewertung aber schon sehen könnt, bin ich etwas enttäuscht worden.

Der Schreibstil ist flüssig und gradlinig, die Charaktere sind für die Kürze des Buches ausreichend beschrieben und Emina war mir eigentlich auch recht schnell sympathisch, sie ist unbeirrt, dem Erzeuger ihres Kindes zu sagen, das er Vater wird. Das schwierigste ist, das sie in einer festen Beziehung ist und muss diesem erst einmal beichten, das er nicht Vater wird. Was sich schwieriger darstellt als es ist. Emina wirkt leichtgläubig und denkt von Anfang an das sich schon alles zum Guten wenden wird.

Christoph, der Erzeuger des Kindes, den sie in einem kleinen Dorf kennen gelernt hat und mit ihm nur eine traumhafte Nacht verbracht hat, muss jedoch erst einmal aufgespürt werden. So macht sich Emina kurz vor Weihnachten und bei Schneetreiben auf den Weg aufs Land um ihn zu finden und ihm die glückliche Nachricht zu überbringen, noch dazu hoch schwanger! Leider kann man sich auch schon vorstellen wie die Geschichte weiter geht, es ist mir alles zu vorhersehbar gewesen. 

Emina tritt von einem Fettnäpfchen in das Nächste und muss sich noch dazu von ihrer Freundin und ihrer zukünftigen Schwägerin, anhören was die von der ganzen Sache denken. Es beginnt vielversprechend aber wird dann schnell uninteressant. Ich habe die kurze Geschichte innerhalb von einem Tag gelesen und ich wollte mich auch nicht unbedingt länger damit aufhalten. 

Eine nette Geschichte für zwischendurch, nochmal lesen würde ich sie nicht, es war mir einfach zu vorhersehbar. Wer kurzatmige Geschichten mag ist hier richtig. Die netten Charaktere haben aber einiges wieder gut gemacht!



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