Rezension: Karin Slaughter - Cop Town



  • Broschiert: 544 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag (9. November 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764505516
  • ISBN-13: 978-3764505516
  • Originaltitel: Cop Town
  • Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 4,8 x 21,9 cm
  • Preis: 14,99€
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 Eine Stadt in Angst. Ein Killer, der Cops tötet. Zwei Frauen, die ihren Mann stehen.

Atlanta, 1974: Kate Murphy fürchtet, dass ihr erster Tag beim Police Department gleichzeitig ihr letzter sein könnte. Denn ein Killer terrorisiert die Stadt – seine Opfer sind ausschließlich Cops. Und als würde das nicht reichen, machen auch Kates männliche Kollegen ihr den Job zur Hölle: Eine weibliche Polizistin zählt in ihren Augen keinen Cent. Zum Glück ist Kate nicht allein. Auch ihre Partnerin Maggie Lawson spürt, wie die Stimmung unter den männlichen Kollegen kippt. Ihnen ist jedes Mittel recht, um den Killer zur Strecke zu bringen. Und plötzlich befindet sich Atlanta im Ausnahmezustand – denn die Cops beginnen eine brutale Menschenjagd und werden so gefährlich wie der Killer selbst.






Sie scheint Spitzenplätze in den Bestsellerlisten abonniert zu haben - mit bereits 70 Millionen verkauften Büchern in 30 Sprachen. Wie schafft Karin Slaughter (geboren 1971) diesen Erfolg? Sie schreibt Thriller, die von Anfang an nervenaufreibend spannend sind, voller Überraschungen und trotzdem überzeugend. Sie lässt dabei kein Tabuthema aus und lotet gesellschaftliche, charakterliche und psychische Abgründe aus. Ein weites Feld tut sich auf für die Gerichtsmedizinerin Sara Linton in "Belladonna", "Zerstört" und anderen Thrillern der "Grant-County"-Reihe. Daneben stammen viele Einzelgeschichten und die "Atlanta"-Reihe mit dem Ermittler Will Trent aus Slaughters Feder. Für den Leser bietet sich eine Riesenauswahl, um sich ununterbrochen unter Spannung zu halten.

Ein interessantes Cover, düster gehalten und irgendwie anziehend, die strahlend blauen Augen bieten einen guten Kontrast. Ich bin sowieso ein großer Fan von Karin Slaughter und war deswegen umso gespannter was wohl diesmal auf mich warten würde. Thriller beherrscht Slaughter bestens, doch hierbei handelt es sich um keinen Thriller in dem Sinne.

Der Schreibstil ist wie immer sehr gradlinig, flüssig, spannend und direkt. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, für meinen Geschmack ist es schon etwas zu direkt, die Art wie Slaughter hier geschrieben hat war nochmal etwas ganz anderes, als ich es von ihr gewohnt bin, allerdings nicht schlecht. Auch die Bandbreite der Themen, die hier beschrieben werden ist sehr gut gelungen, die Such nach dem Mörder bleibt dabei jedoch fast schon auf der Strecke und ist eher die Hintergrundgeschichte. Auch die Atmosphäre ist sehr gelungen, sehr düster, bedrückend und spannend bis zum Zerreißen.

Slaughter befasst sich auch mit Tabus, die es früher wirklich gegeben hat, wodurch die Geschichte noch viel greifbarer ist, wie die Protagonistinnen versuchen einfach gleichberechtigt zu sein und sich gegen die Männerdomäne  durchzusetzen, ist schon interessant. Auch der abgrundtiefe Hasse gegen Minderheiten wird angerissen, das gefällt mir ganz gut. Mir persönlich ist das aber schon fast zu viel verschiedener Handlungen. 

Trotzdem schafft die Autorin es, die Protagonistinnen authentisch auszuschmücken, sie haben Persönlichkeit und wirken einfach echter. Das Ende hat mich dann auch nochmals überrascht, damit hatte ich in dem Umfang nicht gerechnet und es werden die Zusammenhänge auch dadurch viel klarer.



Ein spannendes Buch, das nicht unbedingt ins Genre Thriller passt, mir aber sehr viel Spannung und Lesevergnügen geboten hat. Auf jeden Fall etwas für Slaughter Fans aber auch für jeden der auf spannende Geschichten steht! Einzig die etwas derbe Sprache könnte dem ein oder anderen vielleicht nicht so gut gefallen.



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