Rezension: Antonia Michaelis - Niemand liebt November


  • Format: ePUB
  • Dateigröße: 1295 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger (20. August 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • EAN: 9783862748259
  • Preis: 6,49€ 


Schatten der Vergangenheit: ein Spiel um Leben und Tod.
Kurz vor Ambers sechstem Geburtstag verschwanden ihre Eltern auf unerklärliche Weise. Jetzt ist Amber, die eigentlich November heißt, 17 Jahre alt und glaubt, eine Spur zu haben. Doch was hat es mit dem Jungen auf sich, der in dem erleuchteten Zelt ein Buch liest, sich aber in Luft auflöst, sobald sie sich ihm nähert? Welche Ziele verfolgt der Kneipenwirt, zu dem sie sich immer stärker hingezogen fühlt, und der immer für sie da zu sein scheint? Steckt er vielleicht sogar hinter den anonymen Drohungen, die sie erhält? Amber muss sich entscheiden: zwischen ihrer zerstörerischen Vergangenheit und dem Aufbruch in die Zukunft.




Antonia Michaelis, Jahrgang 1979, in Norddeutschland geboren, in Süddeutschland aufgewachsen, zog es nach dem Abitur in die weite Welt. Sie arbeitete u.a. in Südindien, Nepal und Peru. In Greifswald studierte sie Medizin und begann parallel dazu, Geschichten für Kinder und Jugendliche schreiben. Seit einigen Jahren lebt sie nun als freie Schriftstellerin in der Nähe der Insel Usedom und hat zahlreiche Kinder und Jugendbücher veröffentlicht, facettenreich, fantasievoll und mit großem Erfolg. »Der Märchenerzähler«, ihr erstes Buch für junge Erwachsene, wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Das Cover hat mich sofort angezogen, so düster und doch wunderschön, der neblige Wald und das einsame Mädchen, das auf ein Zelt zugeht, alles farblich sehr dunkel gehalten außer der Blätter am Baum und dem Zelt auf das sie zugeht. Ich hatte noch nichts von dem Buch gehört und es dann zufällig entdeckt, passt ja sehr gut zum Lesemonat November.

Der Schreibstil ist sehr komplex, bildlich und direkt, ich hatte am Anfang Schwierigkeiten der Geschichte zu folgen, ich glaube das ist Absicht, denn die Geschichte ist sehr verworren und undurchsichtig und trotzdem spannend. November Laar, oder auch Amber Lark, ist eine ausdrucksstarke Protagonistin, die gleich mehrere Sichtweisen bietet, denn sie ist sehr wandelbar und man lernt sie immer wieder neu kennen. Auch das ist anfangs sehr verwirrend und man hat Schwierigkeiten ihr zu folgen, das gibt sich jedoch nach einiger Zeit wieder.

November sucht seit einigen Jahren ihre Eltern, die sie von jetzt auf gleich verlassen haben, sie hat endlich eine Handfeste Spur, der sie nachgehen möchte doch wohin führt sie diese Spur. Man erkennt nicht gleich wann sie sich im Traum oder in der Wirklichkeit befindet. Der Junge, der lesend in einem gelben Igluzelt sitzt begleitet sie dabei, er wartete auf sie im Innenhof des Hochhauses und lockt mit seinem warmen Licht. Man hat das Gefühl das die Autorin immer einen tieferen Sinn vermitteln möchte, auch das ist erst verwirrend aber man gewöhnt sich recht schnell daran. November hat so viele verschiedene Emotionen, das es sehr schwierig ist ihren Gefühlen zu folgen, man wird richtig in ihre Geschichte hinein gezogen.

Ebenfalls gut gefallen hat mir, das zu Beginn eines neuen Kapitels immer eine Art von Gedicht zu finden ist, das kam im E-Book anfangs nicht so gut zur Geltung durch die recht ähnliche Schriftart. Diese Geschichte ist nichts was man einfach so lesen kann, sie regt zum Nachdenken an und bietet viel Platz um etwas hinein zu interpretieren.


Für jeden der es gerne etwas verrückter mag, viel Fantasie mitbringt und vor allem breit ist sich mit der Thematik der Geschichte auseinander zu setzen, ist hier genau richtig! Es ist zwar anfangs etwas verwirrend aber die Geschichte ergibt ein interessantes Gesamtwerk.


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