Rezension: Veronika Peters - Alle Anfang fällt vom Himmel


  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (21. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 344231321X
  • ISBN-13: 978-3442313211
  • Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 3 x 22,3 cm
  • Preis: 19,99€
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Was geschieht, wenn eine junge Ausreißerin und
ein pedantischer Witwer aufeinanderprallen?

Korbinian Gerhard ist Lehrer und seit dem Tod seiner Frau allein lebend. Er ist kauzig, pedantisch und legt Wert darauf, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Billa ist siebzehn, freiheitsliebend und rebellisch – und ohne Dach über dem Kopf, denn sie ist von zu Hause abgehauen. Als Korbinian sie an einem kalten Winterabend hungrig und krank auffindet, nimmt er sie widerwillig mit zu sich nach Hause. Dass seine sorgsam gehütete Ordnung damit bedrohlich ins Wanken gerät, bekommt er bald zu spüren: Billa fegt – nebst ihrer Entourage – wie ein Wirbelwind durch sein Leben und scheut sich nicht, alle vermeintlichen Gewissheiten auf den Kopf zu stellen. Und Korbinian staunt nicht wenig, als er sich plötzlich wiederfindet in dem großen Abenteuer, das man Freundschaft nennt ...




Veronika Peters, geboren 1966 in Gießen, verbrachte ihre Kindheit in Deutschland und Afrika. Sie verließ früh ihr Elternhaus, absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin und arbeitete in einem psychiatrischen Jugendheim, bis sie 1987 aus dem sogenannten bürgerlichen Leben ausstieg und in ein Kloster eintrat, wo sie einige Jahre verbrachte. Veronika Peters ist mit dem Schriftsteller Christoph Peters verheiratet, hat eine Tochter und lebt als freie Autorin in Berlin.

Ein wunderschönes Cover, durch diese Pastellfarben, der tollen Schrift des Titels und der Blumen wirkt es einfach anziehend, man muss es mindestens kurz in die Hand nehmen und den Klappentext lesen. Schon der Titel macht unheimlich neugierig, "Aller Anfang fällt vom Himmel" klingt schon nach einem neuen Anfang, ein Aufbruch in eine neue Zeit. Der Klappentext dann schlussendlich hat mich komplett begeistert. Die Geschichte von Korbinian und der Begegnung mit Billa macht einen neugierig und ich freue mich umso mehr euch jetzt zu berichten, wie beeindruckend und schön dieses Buch ist.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, sehr bildlich und detailreich, die Charaktere strahlen Wärme aus und wirken in keiner Weise flach. Jeder Charakter hat seine Eigenarten und wirkt dadurch auf seine eigene Weise sympathisch. Allen voran natürlich Korbinian, er hat einen harten Verlust erlitten und hält an seiner Ordnung fest, denn genau diese Ordnung scheint ihn im Leben fest zu halten.  

Billa hingegen schlägt wie eine Bombe in sein Leben ein, alles woran er sich bis jetzt fest gehalten hat, scheint in die Brüche zu gehen, so wird es anfangs zumindest. Auch Billa war mir von Anfang an sehr sympathisch, sie wirkt chaotisch und doch warmherzig. Sie kommt aus einem zerrütteten Familienverhältnis und ist noch dazu an die falschen Leute geraten. Gemeinsam bilden sie eine kuriose WG, die sich in eine Richtung entwickelt, mit der ich nicht gerechnet habe.

Obwohl das Buch recht kurz ist, bekommt man als Leser einen sehr guten Eindruck über das Leben der Protagonisten, alles scheint perfekt abgestimmt zu sein, wodurch sich ein tolles Gesamtbild entwickelt. Das Buch hat auch jedes nur erdenkliche Gefühl in mir ausgelöst, von Freude bis Traurigkeit, war einfach alles dabei. Ich bin selten so überrascht worden und habe die Charaktere so in mein Herz geschlossen.


Eine wunderbare Geschichte über das Schicksal, kuriose Freundschaften und wie sie einen Menschen verändern können. Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert und mitgerissen. Billa und Korbinian sind tolle Charaktere aber auch die Nebencharaktere schließt man schnell ins Herz und fügen sich perfekt in die Geschichte ein.



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