Rezension: Heiko Thieß - Arschkarte


  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (14. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492307957
  • ISBN-13: 978-3492307956
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 3 x 19 cm
  • Preis: 8,99€
  • Leserunde auf wasliestdu.de

Timo hat die Arschkarte gezogen. Seine Exfreundin Lena verbringt ihre Nächte ausgerechnet mit seinem Nachbarn, daran lassen die dünnen Wände keinen Zweifel. Seine Kollegen in der Werbeagentur sind neurotisch bis verrückt, und seine Freunde wissen genau, was das Beste für ihn ist. Aber Timo hat andere Sorgen – er ist auf der Suche nach einer neuen Frau. Gern auch erst mal nur für eine Nacht. Leider bringen ihn weder die Kuppelversuche von seinem Kumpel Nils noch der Auftritt als heißblütiger Lover in einem Werbespot für Fußpilzcreme diesem Ziel näher. Doch als er schon alle Hoffnung aufgegeben hat, wird Timo klar, für wen sein Herz in Wirklichkeit schlägt ...





Heiko Thieß, geboren 1979, lebt als Single und Werbetexter in Hamburg. Nach unzähligen Songtexten, einigen Kurzgeschichten und einem frühen Roman – den man nach eigener Aussage niemandem guten Gewissens zumuten kann – ist »Arschkarte« sein erstes veröffentlichtes Buch.

Das Cover fand ich sehr gelungen, der arme Goldfisch, der darauf wartet, das ihm das Wasser ausgeht. Der Klappentext dazu hat mich auch sehr interessiert, klang sehr lustig und dann habe ich das Buch im Rahmen einer Leserunde auf wasliestdu.de erhalten und war überglücklich.

Der Schreibstil ist flüssig, direkt und der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund. Ich bin zwar gut in die Geschichte hinein gekommen, war aber ein wenig gelangweilt, weil ich es einfach nicht so lustig fand wie erhofft. Es schien ein "typischer" Männerroman zu sein, ohne das Buch jetzt schlecht zu machen und vor allem den Autor. In vier Teile unterteilt, ließ es sich gut lesen und ab dem zweiten Teil gefiel mir die Story auch schon besser. 

Timo hat die Arschkarte, im wahrsten Sinne des Wortes, denn sein Exfreundin hat ihn verlassen um bei seinem Nachbarn einzuziehen, Timo kann das nicht akzeptieren, trauert ihr hinterher und schwört auf Rache. Dabei tritt er in so gut wie jedes Fettnäpfchen, das er auf dem Weg zu seinem Ziel findet. Zur Mitte des Buches werden die Geschichten lustiger, sodass ich manchmal herzlich gelacht habe. Ich konnte mit Timo mitfühlen und habe ihn dann auch besser verstanden.

Das Ende hat mich dann doch ziemlich überrascht, es wirkte ein bisschen so als wäre der Autor an die Seitenzahl gebunden und müsste jetzt abkürzen. Vielleicht ist das Ende aber auch so gut, schließlich muss man nicht alles in die Länge ziehen. 

Mit den Frauen hat Timo nur Pech und ich kann ehrlich gesagt auch nicht verstehen, was er an Lena gefunden hat, sie wirkt oberflächlich und ist nicht unbedingt von der intelligenten Sorte. Ich schätze er hat noch Glück gehabt, schließlich ist der Weg nun frei für interessante Frauen. Timo riskiert sein Glück und ist nicht zu scheu auch mal einzuspringen für Dinge, die sonst keiner machen möchte.

Wer ein Buch lesen möchte, bei dem er lachen kann und das auf Kosten eines anderen Menschen, der ist hier genau richtig. Auch wenn der Anfang nicht der Beste war, so hat mich das Buch gut unterhalten.




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