Rezension: Tom Perrotta - Die Verlassenen


  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: DEA, (20. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453269586
  • ISBN-13: 978-3453269583
  • Originaltitel: The Leftovers
  • Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 4,3 x 22,1 cm
  • Preis: 19,99€

Was wäre, wenn einige von uns – einfach so, ohne Erklärung – verschwinden würden? Würden wir Zurückgebliebenen an das Jüngste Gericht, an die Entrückung glauben? Würden wir den Verstand verlieren? Oder würden wir einfach so weitermachen, als wäre nichts geschehen?

Diese Fragen müssen sich die ratlosen Einwohner des beschaulichen Vororts Mapleton stellen. Kevin Garvey will wieder Ordnung in sein Leben bringen, obwohl das Phänomen, das inzwischen als »Plötzlicher Fortgang« bezeichnet wird, seine Familie zerstört hat: Seine Frau Laurie hat sich einem Kult angeschlossen, der sich »Der Schuldige Rest« nennt, sein Sohn hat das College abgebrochen, um einem zwielichtigen »Propheten« namens Holy Wayne und seiner Bewegung der »Heilenden Umarmung« nachzufolgen. Nur Kevins Tochter ist bei ihm geblieben, doch der Teenager kapselt sich seit jenem 14. Oktober zunehmend ab und verliert den Bezug zur Realität.




Tom Perrotta ist der Autor von sechs fiktionalen Werken, angefangen mit Bad Haircut: Stories of the Seventies und einschließlich The Abstinence Teacher und Joe College. Seine Romane Election und Little Children waren die Vorlage für gefeierte und preisgekrönte Kinofilme. Für die von ihm verfasste Drehbuchadaption von Little Children wurde Perrotta für den Oscar nominiert. Er lebt in der Nähe von Boston, Massachusetts.


Das Cover hat mir gut gefallen, es zeigt eine Wohnsiedlung einer amerikanischen Kleinstadt, bei bestem Wetter und mit gepflegten Vorgärten.

Der Schreibstil hat mir eigentlich auch gut gefallen, er ist flüssig und recht bildlich, es wird aber inhaltlich viel wiederholt ohne wirklich auf den Punkt zu kommen. Die Protagonisten waren auch sehr gut beschrieben, nicht unbedingt sehr bildlich was mich nicht gestört hat. Es kommen recht viele Charaktere vor was ich auch gut fand, da es die Geschichte lebendiger und flüssiger gemacht hat.

Besonders hat mich an der Geschichte interessiert, das es hier nicht um die geht, die Verschwunden sind (natürlich ist das auch ein großer Bestandteil der Story) sondern hauptsächlich darum wie es den Menschen geht, die zurückgeblieben sind eben die die verlassen wurden. Wie führen die Menschen ihr Leben nun weiter, schließlich müssen sie weiter leben ohne ihre Liebsten und das ist wirklich nicht einfach. Leider ist dieser Aspekt, auf den ich mich so „gefreut“ hatte, einfach nicht gut umgesetzt. Für meinen Geschmack viel zu sehr drum herum geredet.

Ich persönlich hatte mich aber auch auf den Mystischen Teil und die düstere Story gefreut, die ich vergeblich gesucht habe, ich schätze wenn man einfach unvoreingenommen an das Buch geht und nicht einen riesen Bestseller erwartet, der wird mit diesem Buch gut unterhalten. Bei m ir war das leider nicht der Fall.
Eine interessante Geschichte, die sich inhaltlich aber oft wiederholt und in der einfach zu viele Fragen am Ende offen bleiben. Ich hatte mir das Buch damals vorbestellt und war so gespannt es zu bekommen, hatte es sofort angefangen aber nach hundert Seiten erst nochmal weg gelegt weil ich enttäuscht war, jetzt habe ich es wieder hervorgeholt und war genauso enttäuscht! Die Geschichte hätte so viel Potenzial.






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