Rezension: Luana Lewis - Lügenmädchen




  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (11. Mai 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442313848
  • ISBN-13: 978-3442313846
  • Originaltitel: Don't stand so close
  • Größe und/oder Gewicht: 13,9 x 3,2 x 22,4 cm
  • Preis: 14,99€
  • Vom Bloggerportal erhalten

Stella lebt völlig zurückgezogen in einem luxuriösen, einsam gelegenen Haus in der Nähe von London. Sie hat es kaum verlassen, seit sie nach einem traumatischen Ereignis an Panikattacken leidet. Eines kalten Winterabends steht überraschend ein völlig durchgefrorenes junges Mädchen vor ihrer Tür und bittet um Einlass. Alles in Stella sträubt sich, aber die Gestalt macht einen so hilflosen Eindruck, dass sie schließlich widerwillig die Tür öffnet. Sie bereut es schnell, denn von dem Mädchen scheint eine merkwürdige Bedrohung auszugehen. Und dann beginnt Blue, Geschichten zu erzählen, die Stella zutiefst verstören. Ist das Mädchen eine Psychopathin? Oder sagt sie gar die Wahrheit? Stella weiß nicht mehr, was sie glauben soll, sie weiß nur eines: dass sie entsetzliche Angst hat ...




Luana Lewis ist klinische Psychologin und Autorin zweier Sachbücher. Sie verfasst regelmäßig Artikel für Zeitungen, Magazine und Zeitschriften und hat einen Abschluss in Kreativem Schreiben. "Lügenmädchen" ist ihr erster Roman.
Das Cover finde ich sehr gelungen, es ist schlicht und düster, es verströmt gleich die passende Atmosphäre und hat mich magisch angezogen. Auch den Buchumschlag zum aufklappen mit den Statements fand ich sehr gut, so bekommt man schon einen guten Eindruck von dem Buch.

Die Schreibweise ist gradlinig, flüssig und spannend. Die Charakter sind ausreichend beschrieben und es hat mir besonders gut gefallen das man in einigen Kapiteln auch etwas aus der Vergangenheit der Protagonisten erfährt. Stella ist eine verängstigte und unter Psychosen leidende Frau, lebt zurückgezogen in einem riesigen Haus am Ende der Straße auf einem Berg. Sicherer könnte sie angesichts der Sicherheitsmaßnahmen, den Lichtsensoren etc. eigentlich nicht sein. Es liegt jedoch in ihrer Hand Menschen in ihr Haus zu lassen.

Blue kommt mir anfangs einfach nur wie ein hilfloses Mädchen vor, das sich in einer kalten Nacht verlaufen hat, aber man merkt ganz schnell das hinter ihrem Besuch mehr steckt. Blue erzählt eine Geschichte nach der anderen, die sich dann als Lüge entpuppt und nach einiger Zeit weiß Stella nicht mehr was sie ihr noch glauben soll oder ob sie ihr überhaupt glauben kann.

Viele waren enttäuscht von diesem Buch, weil ihnen die Spannung fehlte, für mich war das Buch genau richtig, die Spannung wurde hier unterschwellig aufgebaut, ich konnte das Buch einfach nicht zur Seite legen, weil ich wissen musste wie das alles miteinander zusammenhängt. Gerade in der ersten Hälfte passiert nicht unbedingt viel aber das was passiert reicht völlig aus. Zwischendurch immer einen Rückblick in die Vergangenheit, die einem erklärt warum Stella jetzt da ist, in diesem riesigen und einsamen Haus.

Für mich ein gelungener Thriller, der so dahin fließt, nicht viel Spannung aber man muss einfach weiter lesen und ich habe mich nicht eine Minute gelangweilt. Auch wenn gewisse Dinge vorauszusehen waren so habe ich nicht mit dem Ende gerechnet und hatte dann auch noch einen guten Abschluss des Buches.

Vielen dank an das Bloggerportal, das sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben!






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