Rezension: Jörg Nießen - Schauen sie sich mal diese Sauerei an







Gebundene Ausgabe: 264 Seiten
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf; Auflage: Sonderausgabe. (1. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3862650529
ISBN-13: 978-3862650521
Größe und/oder Gewicht: 15,2 x 2,7 x 21,4 cm
Preis: 9,95 €




Zusammen mit seinen Kollegen erfährt der Autor in 23 wahren Geschichten am eigenen Leib, wozu der Mensch fähig ist, was alles überlebt, woran letztendlich gestorben wird und wie das bittere Ende tatsächlich ausschaut. Niemand wird geschont, weder Retter noch Patienten noch Angehörige. Jörg Nießen räumt auf mit wirklichkeitsverzerrenden TV-Serien à la >Medicopter 117<, die manch einen Mitmenschen dazu verleiten, schnell mal die Notrufnummer 112 zu wählen, wenn irgendwo der Schuh drückt. Im Alltag des Notfallretters konkurrieren bizarre Lappalien und haarsträubende Notfälle miteinander, weswegen der Retter sich vor allem die Fähigkeit bewahren muss, dem Schicksal auch mal ins Gesicht lachen zu können.
Die Auslöser für die kleinen und großen Dramen klingen alltäglich: Mal ist frischer Kuhdung verantwortlich, mal eine PIN, Künstlerallüren oder auch Billardkugeln in mehr oder weniger geeigneten Körperöffnungen. Das Leben ist überraschend kreativ und schlägt uns immer wieder gern ein Schnippchen.








Jörg Nießen wurde 1975 im Rheinland geboren. Zum Rettungsdienst kam er als Zivildienstleistender. Danach wurde er Berufsfeuerwehrmann in einer nordrhein-westfälischen Großstadt und lernte dadurch jede Facette des Lebens und Sterbens persönlich kennen.




Ich habe dieses Buch mal durch Zufall bei Amazon entdeckt und musste es mir sofort kaufen. Ich hatte es jedoch lange zur Seite gelegt und vor kurzem ist es mir wieder in die Hände gefallen.
Der Schreibstil ist locker, lustig und trotzdem sachlich, ich finde besonders gut das Nießen noch einmal beschrieben hat das alle Charaktere frei erfunden sind jedoch Kollegen und erlebten Fällen nachempfunden sind. Das Buch ist in mehrere Kurzgeschichten aufgeteilt wodurch man gut zwischendurch mal ein bisschen lesen kann.

Das Cover hat mir auch gut gefallen, denn man hat sofort auf den ersten Blick gesehen worum es geht, dadurch ist mir das Buch sofort aufgefallen. Der Titel hat mir auch gleich auf Anhieb gefallen, eine sehr gute Idee.

Die einzelnen Kurzgeschichten sind alle aus dem Leben gegriffen und sehr ausführlich beschrieben, die eine oder andere Geschichte habe ich so oder so ähnlich auch schon während meiner Laufbahn erlebt und bei den meisten Geschichten habe ich laut gelacht, weswegen ich oft schief angeguckt wurde!

Ich finde es sehr gut dass er auch das kollegiale Verhältnis thematisiert dadurch wirkt es einfach menschlicher und man kann es sich besser vorstellen.  Manche Geschichten machen aber auch nachdenklich und zeigen wie wenig die Menschen aufgeklärt sind, was die erste Hilfe angeht. Ist die Frage ob sich viel geändert hätte, wenn sie es besser gewusst hätten.




Meiner Meinung nach eine gute Lektüre für alle die im Gesundheitswesen arbeiten aber kein Muss. Ich mochte die Art des Humors und habe wirklich oft gelacht aber auch die schwierigeren Themen werden erläutert. Die Mischung war gelungen und mir hat das Buch sehr gut gefallen!







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