Rezension: Ian McEwan - Kindeswohl





  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (9. Januar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257069162
  • ISBN-13: 978-3257069167
  • Originaltitel: The Children Act
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 2 x 19 cm
  • Preis: 21,90€





Familienrecht ist das Spezialgebiet der Richterin Fiona Maye am High Court in London: Scheidungen, Sorgerecht, Fragen des Kindeswohls. In ihrer eigenen Ehe ist sie seit über dreißig Jahren glücklich. Da unterbreitet ihr Mann ihr einen schockierenden Vorschlag. Und zugleich wird ihr ein dringlicher Gerichtsfall vorgelegt, in dem es um den Widerstreit zwischen Religion und Medizin und um Leben und Tod eines 17-jährigen Jungen geht.



       


Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot (Hampshire), lebt bei London. 1998 erhielt er für ›Amsterdam‹ den Booker-Preis und 1999 den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung für das Gesamtwerk. Sein Roman ›Abbitte‹ wurde zum Weltbestseller und mit Keira Knightley verfilmt. Er ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Royal Society of Arts und der American Academy of Arts and Sciences.




Das Cover ist wie immer bei Diogenes sehr schlicht gehalten spiegelt jedoch die Geschichte wieder und versprüht seinen Charme.

Der Schreibstil ist sehr dicht und detailreich, man muss allerdings die Gesamtsituation auf sich wirken lassen. Emotionen werden sachlich mit eingebunden sodass die Geschichte fließender wirkt. Ich finde besonders gut, dass man in die Gedanken der Protagonistin mit einbezogen wird. Eine echte Meisterleistung auf den 224 Seiten.

Die Charaktere sind ausreichend beschrieben und die Protagonisten besonders hervorgehoben was mir sehr gut gefallen hat. Das Buch ist auch deswegen nichts für zwischendurch, man muss es auf sich wirken lassen und ich habe jede Seite genossen.

Eine interessante Geschichte über eine Richterin die ihrem Herzen vertraut und für das Familienrecht lebt. Ihre Ehe scheint kurz vor dem Aus zu stehen und die Gefühle überrollen sie aber kaum sitzt sie hinter dem Richterpult ist alles ausgeblendet und sie ist fokussiert auf ihre Arbeit. Allerdings ist der Fall des 17 Jährigen Adam etwas anderes und es verändert ihr Leben, er verändert sie.




Eine berührende, ehrliche Geschichte die mich sehr begeistert hat, ich habe jede Seite genossen die ich gelesen habe. Bis jetzt war es mein erstes Buch von McEwan aber es wird mit Sicherheit nicht das Letzte sein.




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