Rezension: Markus Zusak - Die Bücherdiebin




  • Taschenbuch: 588 Seiten
  • Verlag: Blanvalet; Auflage: 1.. (7. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442373956
  • ISBN-13: 978-3442373956
  • Originaltitel: The Book Thief
  • Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 4,9 x 18,5 cm
  • Preis: 9,99€


Sie hielt immer noch das Buch in der Hand. Verzweifelt klammerte
sie sich an die Worte, die ihr das Leben gerettet hatten.

1939, Nazideutschland. Der Tod hat viel zu tun und eine Schwäche für Liesel Meminger.

Am Grab ihres kleinen Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Mit dem „Handbuch für Totengräber“ lernt sie lesen und stiehlt fortan Bücher, überall, wo sie zu finden sind: aus dem Schnee, den Flammen der Nazis und der Bibliothek des Bürgermeisters. Eine tiefe Liebe zu Büchern und Worten ist geweckt, die sie auch nicht verlässt, als die Welt um sie herum in Schutt und Asche versinkt. Liesel sieht die Juden nach Dachau ziehen, sie erlebt die Bombennächte über München – und sie überlebt, weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat.

Tragisch und witzig, wütend und zutiefst lebensbejahend – vom dunkelsten und doch brillantesten aller Erzähler: dem Tod.







Als Teenager las Markus Zusak am liebsten Hemingway und schwärmte für den Film"What's Eating Gilbert Grape", der auf einem Roman von Peter Hedges basiert. Seine Mutter erzählte oft, wie sie als Kind das Bombardement auf München erlebt hatte und mitansehen musste, wie man jüdische Menschen ins KZ Dachau trieb. Daraus entstand bei Markus Zusak, geboren 1975, das dringende Bedürfnis zu schreiben. Mit 16 begann er damit. Mittlerweile gehört Zusak zu den renommiertesten Jugendbuchautoren der Welt. Seine Bücher "Der Joker" und "Die Bücherdiebin" sind preisgekrönte Bestseller, die nicht nur junge Leute berühren. Privat spielt der Familienvater Fußball, liebt Filme und nutzt seinen Wohnort Sydney auch als Möglichkeit zum Surfen (im Meer) - um ab und an dem Schreibtisch zu entfliehen.



Das Cover war jetzt für mich nicht unbedingt ansprechend aber es hat etwas, ich kann es nicht genau beschreiben, vielleicht lag es auch an dem Titel, das ich damals sofort Feuer und Flamme für dieses Buch war und es einfach kaufen musste.

Der Schreibstil ist wunderbar locker, gradlinig und flüssig, besonders gefällt mir jedoch die Erzählperspektive. Den Tod als Erzähler zu nehmen ist schon etwas anderes aber auf eine besondere Weise umgesetzt wie ihr macht es ein traumhaftes Buch aus. Der Tod tritt hier nicht als der kaltherzige und grausame Gefährte auf, der er für uns alle zu sein scheint. Nein, er hat sogar Gefühle man hat sogar fast das Gefühl eine Sympathie für den Tod zu entwickeln. Liesel steht natürlich an oberster Stelle aber der Tod ist einfach allgegenwärtig und kommentiert alles.

Liesel ist ein ziemlich reifes Kind, sie ihren Schulkameraden um Längen voraus und versucht ihren Wissensdurst zu stillen indem sie sich in Schmöker vertieft, die sie eigentlich noch gar nicht lesen dürfet geschweige denn überhaupt irgendwann.

Ihr bester Freund Rudi scheint ihr jedoch ebenbürtig zu sein, sie verbringen viel Zeit mit einander und man muss ihn einfach auch in sein Herz schließen. Aber auch alle anderen Charakter der Geschichte sind so ausführlich und bildlich beschrieben, das man mit jeder Seite die man liest, mehr das Gefühl hat Liesel und ihre Freunde persönlich zu kennen.

Viele emotionale Stellen sind auch dabei, bei denen ich wirklich schlucken musste, es gab so bedrückende Passagen aber ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen, ich musste ja wissen wie es mit Liesel weitergeht.

Ein Traumhaftes Buch das sowohl berührt als auch wach rüttelt. Mit welcher Entschlossenheit Liesel dem Tod trotz und wie sie versucht ihr Leben zu meistern ist wirklich wunderbar. Der Tod ist ihr die ganze Zeit auf den Fersen sie lässt sich einfach nicht unterkriegen. Eines meiner liebsten Bücher!




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